PRESSESTATEMENT
Das neue Heizungsgesetz muss Arbeitsplätze in Industrie und Handwerk sichern

Das Eckpunktepapier zum Gebäudemodernisierungsgesetze kommentiert die IG Metall

25. Februar 202625. 2. 2026


Jürgen Kerner, Zweiter Vorsitzender: „Die maßlose, teils faktenfreie Kritik der Unionsparteien am Heizungsgesetz noch unter der Ampelregierung und die anschließende Hängepartie hat für große Verunsicherung in der Branche gesorgt. In dieser Zeit haben laut unseren Erhebungen allein in der Heizungsindustrie über 5.000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verloren. Darum ist es gut, dass das Gesetz jetzt endlich kommt.

In der Sache ist das Gesetz allerdings kein wirklicher Fortschritt. Wir befürchten, dass die angekündigte Technologieoffenheit und die Aufhebung der Nutzungsbeschränkung für mehr als 30 Jahre alte Heizkessel nötige Investitionen weiter verzögern werden. Die grünen Alternativen wie insbesondere Wasserstoff werden in der Industrie dringend gebraucht und bergen im Gebäudebereich erhebliche Preisrisiken für Mieter und Verbraucher. Wir messen die Regierung daran, dass das neue Gesetz Produktion und Arbeitsplätze sichert und nicht weitere vernichtet.“

Nadine Boguslawski, Tarif- und Handwerksvorständin: „Technologieoffenheit darf nicht Ziellosigkeit und Verschleppung bedeuten. Beschäftigte in Handwerksbetrieben brauchen Klarheit und Sicherheit, mit welchen Technologien, Kompetenzen und Förderungen wir Klimaschutz erreichen wollen. Mit jeglicher Unklarheit drohen Investitionsstau, Unsicherheit und eine verzögerte Wärmewende. Die IG Metall erwartet vom neuen Gesetz klare Leitplanken, die auch das Handwerk und seine Beschäftigten stärken. Klimaschutz im Gebäudesektor ist dringend geboten und braucht Verlässlichkeit: sozial, technologisch und finanziell.“

 

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