PRESSEMITTEILUNG NR. 03/2019
„Beschäftigte des Maschinen- und Anlagenbaus müssen beteiligt werden“

Wolfgang Lemb fordert eine Beteiligung der Beschäftigten durch Tarifverträge und Mitbestimmung. Diese sind zentrale Voraussetzungen für den Erfolg des Maschinen- und Anlagenbaus in Zeiten der Transformation.

12. Februar 201912. 2. 2019


Berlin ― Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier, hat heute Spitzenvertreter aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Verbänden des Maschinen- und Anlagenbaus empfangen, um den seit 2014 laufenden Branchendialog fortzusetzen. Ziel des Dialogs ist es, wesentliche Herausforderungen für die Zukunft des Maschinen- und Anlagenbaus in Deutschland zu erörtern und Handlungsmöglichkeiten zur Unterstützung der Branche in den Blick zu nehmen.

Im Gespräch standen die Themen Fachkräftebedarf, Digitalisierung, Dekarbonisierung sowie Rahmenbedingungen für eine faire Handelspolitik im Vordergrund. Im Anschluss unterzeichneten Bundesminister Peter Altmaier, der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA), Carl Martin Welcker und das geschäftsführende Vorstandsmitglied der IG Metall, Wolfgang Lemb eine gemeinsame Erklärung.

Die IG Metall hat im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltung mit BMWi und VDMA Anforderungen für die Zukunft des Maschinen- und Anlagenbaus aus Sicht der Beschäftigten formuliert. „Gerade der Maschinenbau ist bei der Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen weiterhin auf das Know-how und die Innovationsstärke seiner Beschäftigten angewiesen“, sagte Wolfgang Lemb, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall und verantwortlich für den Maschinen- und Anlagenbau am Dienstag in Berlin. „Ohne eine starke Beteiligung der Beschäftigten werden die Herausforderungen der Digitalisierung und die Folgen der Energiewende im Maschinenbau nicht zu bewältigen sein. Eine Stärkung zentraler Grundlagen der Sozialpartnerschaft, wie Mitbestimmung und Tarifbindung, ist deshalb unabdingbar.“

Diese Notwendigkeit zeige sich bei der Bewältigung des demografischen Wandels und des damit zusammenhängenden Fachkräftebedarfs besonders deutlich: „Die Rekrutierung von neuen Fachkräften und die betriebliche Weiterbildung vorhandener Fachkräfte sind wesentliche Grundlage für die Organisation des Wissenstransfers im Maschinen- und Anlagenbau. Gute Arbeitsbedingungen, das heißt altersgerechte Arbeitsplätze, sichere und gut bezahlte Arbeitsplätze sind die Grundlage dafür, dass Fachkräfte ihrer Arbeit bis ins Alter nachgehen können und gleichzeitig junge Menschen für die Ausbildung im Maschinen- und Anlagenbau begeistert werden können“, sagte Lemb. BMWi, VDMA und IG Metall betonten im Rahmen der gemeinsamen Erklärung die Notwendigkeit, Perspektiven für die Bewältigung des demografischen Wandels und des Fachkräftebedarfs im Maschinen- und Anlagenbau zu erarbeiten.

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