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Schwarzbuch Leiharbeit. Foto: Stephen Petrat

Schwarzbuch Leiharbeit

Arbeit darf nicht zur Ramschware verkommen

29.03.2012 Ι Rund eine Million Menschen arbeiten in Billigjobs und Leiharbeit. Sie verdienen deutlich weniger, haben weniger Rechte und wissen oft heute nicht, wo sie in der nächsten Woche arbeiten. Welche Folgen das für die Betroffenen hat, bleibt oft im Dunkeln. Die IG Metall hat das geändert und mit vielen Leihbeschäftigten gesprochen. Ihre Statements und Zitate sind im Schwarzbuch Leiharbeit veröffentlicht.

Die IG Metall hat im vergangenen Jahr Leiharbeitnehmer befragt. Mehr als 1000 der Befragten nutzten die Gelegenheit, um sich ihre Ängste und Nöte von der Seele zu schreiben. Die Berichte sind eine Anklage an eine Politik, die Arbeitsbedingungen zulässt, unter denen sich Menschen ihrer Würde beraubt fühlen. Die IG Metall hat ihre Berichte in einem Buch zusammengefasst.


Auf einer Pressekonferenz in Frankfurt stellte der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Detlef Wetzel, das "Schwarzbuch Leiharbeit" vor. Dort sprach auch der BMW-Betriebsratsvorsitzende Jens Köhler über den massiven Einsatz von Leiharbeitnehmern bei BMW in Leipzig.

Erster Erfolg

Mit dem neuen Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) sah der Betriebsrat seine Chance gekommen. Im Februar 2012 widersprach er der Einstellung von über 1000 Leiharbeitnehmern im Leipziger Werk. Er wollte vor Gericht klären lassen, was ein "vorübergehender" Einsatz von Leiharbeitnehmern ist. Das neue AÜG beschränkt den Einsatz Leihkräften.


In der ersten Verhandlung stimmte zwar das Arbeitsgericht der Einstellung von 33 Leihbeschäftigten zu. Der Betriebsrat ging in die nächste Instanz. Einen Erfolg hat die gerichtliche Auseinandersetzung ihm ohnehin schon gebracht: Der Arbeitgeber verhandelt jetzt mit dem Betriebsrat über eine Vereinbarung zur Leiharbeit.


Mehr als 36 000 Mitglieder der IG Metall arbeiten in Leiharbeit. Von ihnen wollte die IG Metall wissen, was sie von ihrer Gewerkschaft erwarten. Sie haben klar gesagt, dass sie von ihr vertreten werden wollen. Das macht die IG Metall in der aktuellen Tarifrunde, aber auch schon seit Jahren in den Betrieben und in der Gesellschaft.

Mit Besservereinbarungen zu fairer Leiharbeit

Die IG Metall hat das Thema Leiharbeit mit ihrer Kampagne öffentlich gemacht. Mit ihren Betriebsräten hat sie in vielen Betrieben sogenannte Besservereinbarungen durchsetzen können, die den Leiharbeitnehmern mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen gebracht haben.

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Für alle Fragen rund um die Leiharbeit hat die IG Metall für Leiharbeitnehmer, die Mitglied sind, eine Hotline eingerichtet. Unter 0800 - 4463488 können sie sich kostenfrei beraten lassen.

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