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Zeitschrift Gute Arbeit - September 2011

Zeitschrift Gute Arbeit - September 2011

Alternsgerecht arbeiten im ganzheitlichen Produktionssystem

27.09.2011 Ι Ganzheitliche Produktionssysteme (GPS) setzen "olympiareife Belegschaften" voraus: Sie beschleunigen Produktionsprozesse, verringern zeitliche Spielräume und führen zu Standardisierungen. Das passt nicht unbedingt zu einer alternsgerechten Arbeitsgestaltung. Mit diesem Thema beschäftigten sich im Juli 2011 betriebliche Praktiker auf einer Tagung der IG Metall in Frankfurt am Main.

Mit ganzheitlichen Produktionssystemen (GPS) versucht die Industrie, Teile des Toyota Produktionssystems zu kopieren. Damit erhofft sie sich, wettbewerbsfähiger zu werden. GPS verändert gravierend die Arbeitsabläufe in der Produktion und in den Büros. Doch was bedeutet das für alternsgerechtes Arbeiten und für die betriebliche und gewerkschaftliche Praxis? Darüber diskutierten rund 140 Betriebsräte auf einer Tagung der IG Metall zum Thema "Alternsgerechte Arbeitsgestaltung im ganzheitlichen Produktionssystem" im Juli 2011.

Der Handlungsbedarf in den Betrieben nimmt zu

Auf der Tagung wurde deutlich: Viele Unternehmen haben erkannt, dass ihre Belegschaften altern, verspüren aber noch keinen aktuellen Problemdruck. Das wird sich ändern. Denn wer heute über eine junge Belegschaft verfügt, muss sich darauf einstellen, dass sie altert. Deshalb müssen Firmen bereits heute dafür sorgen, dass ihre älter werdenden Arbeitskräfte nicht an Gesundheit, Kompetenz und Einsatzfähigkeit verlieren.

Der Autor

Dr. Detlef Gerst arbeitet im Funktionsbereich Arbeitsgestaltung und Qualifizierungspolitik beim Vorstand der IG Metall, Ressort Arbeitsgestaltung und Gesundheitsschutz.

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