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Gute Arbeit 2 / 2010

Zeitschrift Gute Arbeit - Februar 2010: weitere Themen kurz angerissen

Mit 55 ausgemustert, mit 67 in Rente?

Für das Gros der Beschäftigten ist es eine Utopie, auch nur bis 65 zu arbeiten. Nur jeder Zehnte schafft das und nur jeder Dritte geht aus einem stabilen Arbeitsverhältnis in die Rente. Weder der Arbeitsmarkt noch die Arbeitsbedingungen erlauben es den Menschen, ohne soziale Nachteile und gesundheitliche Risiken bis zum 67. Lebensjahr zu arbeiten. Der Gesetzgeber hat es sich einfach gemacht: Die Regelaltersgrenzen zu erhöhen und Vorruhestandsregelungen abzuschaffen, führt zur Rentenkürzung. Ein längeres gesundes und sozial abgesichertes Arbeitsleben folgt daraus nicht. Für die Rente mit 67 bestehen keinerlei reale Voraussetzungen. Mehr dazu in der Februar-Ausgabe von Gute Arbeit.

Jung, benachteiligt, prekär beschäftigt
Alle reden vom demografischen Wandel. Mit Recht. Die Erwerbsbevölkerung altert, es rücken weniger Junge nach. Das Paradoxe daran: Junge Leute unter 30 fassen in der modernen Arbeitswelt nur schwer Fuß. Eine Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit zeigt: Die Jungen arbeiten häufig befristet, in Leiharbeit und werden schlecht bezahlt. Das mindert ihre Teilhabechancen, ihre Vorsorgefähigkeit und ihre Zukunftsperspektiven. Viele leiden unter ungünstigen Arbeitsbedingungen und haben bereits regelmäßig Gesundheitsbeschwerden. Lesen Sie dazu unseren Bericht in der Printausgabe.

Psychische Leiden nehmen weiter zu
Um die Gesundheit in Zeiten der Krise steht es nicht besonders gut. Zwar ist der Krankenstand weiterhin niedrig und hat seit 2007 nur leicht zugenommen. Der soeben veröffentlichte Gesundheitsreport 2009 des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen hat die aktuellen Trends genauer untersucht. Sein Thema: "Gesundheit in Zeiten der Krise". Er belegt unter anderem, dass psychischen Erkrankungen weiter deutlich zunehmen. Doping am Arbeitsplatz nimmt ebenfalls weiter zu. Seit 2004 haben sich die Verordnungen von Antidepressiva in manchen Berufen verdoppelt. Mehr dazu in der Februar-Ausgabe.

Eingliedern statt ausgrenzen
Nur gut ein Viertel der Arbeitgeber kann mit dem Begriff Betriebliches Eingliederungsmanagement was anfangen. Eine DGB-Tagung suchte Lösungen: Was hilft Arbeitgebern und Interessenvertretungen, wenn es in kleineren und mittleren Betrieben an Zeit und Eingliederungskompetenz mangelt? Die Antwort gibt Paragraf 12 SGB IX: Regionale Arbeitsgemeinschaften entwickeln als effektive Beratungsnetzwerke mit den Betrieben inklusive (integrierende) Personalstrategien. Lesen Sie dazu unseren Beitrag auf unseren Spezialseiten "Prävention & Teilhabe" im Februarheft.

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