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Gute Arbeit 12 / 2009

Zeitschrift Gute Arbeit - Dezember 2009

Das stressBarometer - ein Instrument für Gute Arbeit

Psychische Arbeitsbelastungen nehmen stark zu. Hier sind wirksame Präventionsansätze zum Schutz der Gesundheit gefordert. Betriebsräte und Vertrauensleute benötigen handhabbare Instrumente, mit deren Hilfe sie psychische Fehlbelastungen im Betrieb identifizieren können. Die IG Metall hat dafür den Arbeitszeit-TÜV® und das stressBarometer entwickelt. Beide haben sich in der Praxis bereits bewährt.

Das "Arbeiten am Limit" gehört für immer mehr Menschen zum Alltag. Psychische Erkrankungen wie Burnout oder Depressionen sind die Folge. Vor allem neue Managementmethoden sowie arbeitsorganisatorische und technische Veränderungen verursachen psychische Belastungen, die sich massiv auf die Gesundheit der Beschäftigten auswirken.

Muskelverspannungen, Rückenschmerzen, Erschöpfung, Nervosität, Kopfschmerzen und Schlafstörungen sind die Krankheitsbilder, die sehr häufig bei gestressten Arbeitnehmern vorkommen. Sie konsumieren Medikamente in nennenswertem Umfang, um ihre mentale Leistungsfähigkeit zu steigern oder die Stimmung aufhellen. Hochleistung um jeden Preis - das ist offenbar nicht mehr nur ein Thema des Spitzensports. Der Job gilt als Stressfaktor Nummer eins.

Das stressBarometer unterstützt die Gefährdungsbeurteilung
Mit dem stressBarometer der IG Metall lassen sich sehr gut Gefährdungen psychischer Arbeitsbelastungen ermitteln und beurteilen. Es besteht aus einem Fragebogen und einem excelbasierten Programm und entspricht den Vorschriften des Arbeitsschutzgesetzes.

Betriebsvereinbarung empfohlen
Um eine Gefährdungsbeurteilung verbindlich für die Beschäftigten umsetzen zu können, empfiehlt es sich, diese in einer Betriebsvereinbarung zu regeln. Natürlich können auch Regelungen für Pilotprojekte oder erste "Testläufe" zur Gefährdungsbeurteilung verabredet werden. Eine Betriebsvereinbarung ist auch nach einer Erprobungsphase noch möglich. Das stressBarometer kann auch dazu genutzt werden, um Beschäftigte zu sensibilisieren und Arbeitsbedingungen und Arbeitsorganisation transparent und diskutierbar zu machen.

Die Autorin
Zu hohes Arbeitspensum, zu knappe Personaldecke, Zeitdruck, überlange und ungünstige Arbeitszeiten bis hin zu sozialen Konflikten und einem schlechten Betriebsklima: Andrea Fergen beschreibt das Belastungsspektrum, das psychische Erkrankungen hervorbringt. Und sie zeigt auf, wie das stressBarometer wirksam als Instrument für Gute Arbeit eingesetzt werden kann. Andrea Fergen leitet das Ressort Arbeits- und Gesundheitsschutz beim Vorstand der IG Metall.

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