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v.l.: Bernd Osterloh, Betriebsratschef bei VW und Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall. Foto: IG Metall

Wirtschaft: Zukunft der Automobilindustrie

Warum deutsche Autos eine Zukunft haben

26.03.2009 Ι Mit mehr als 750 000 Beschäftigten ist die Automobil- und Zulieferindustrie in Deutschland einer der bedeutendsten Industriezweige. Von der Krise gebeutelt, braucht die Branche neue Ideen. Die IG Metall hat gemeinsam mit der Hans-Böckler-Stiftung und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel mögliche Perspektiven diskutiert.

Wer hängt von der Autoindustrie ab?
Lieferanten von Komponenten und Rohstoffen, Vertrieb, Service und Dienstleistungen dazugerechnet, wächst die Zahl der unmittelbar damit zusammenhängenden Arbeitsplätze auf mehr als zwei Millionen. Die sinkende Produktion bei den Autoherstellern und die damit verbundene massive Kurzarbeit zeigen die große Bedeutung der Automobilbranche für die Gesamtwirtschaft. Angesichts der aktuellen Schwierigkeiten im Automobilsektor, kam die Idee eines Branchenrates auf den Tisch.

Warum ein Branchenrat?
Auf der Konferenz, bei der neben anderen auch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel sprach, forderte die IG Metall einen Branchenrat. Der Rat solle zur Bewältigung des Strukturwandels beitragen, erklärte Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall: "Wir wollen nicht nur auf Krisen reagieren, sondern vorausschauend Entwicklungswege gestalten."

Bernd Osterloh, Berthold Huber und Sigmar Gabriel auf der Automobilkonferenz 2009 Berthold Huber und Dieter Zetsche auf der Automobilkonferenz 2009 Detlef Wetzel auf der Automobilkonferenz 2009 Babette Fröhlich und Peter Donath, beide IG Metall, auf der Automobilkonferenz 2009 Berthold Huber und Bernd Osterloh auf der Automobilkonferenz 2009

Was kann die Politik tun?
Die Politik muss ebenfalls aktiv werden. Kredite, Bürgschaften oder auch Beteiligungen können helfen, die industrielle Struktur in Deutschland zu erhalten. Daher begrüßt die IG Metall die Absicht der Bundesregierung, die Umweltprämie für Neuwagenkauf bis Ende des Jahres zu verlängern. Angesichts der schwierigen Lage in der Automobilindustrie sei das von unschätzbarem Wert, betonte Huber. "Sie verschafft Zeit für die Bewältigung der strukturellen Probleme der Branche und der Sicherung von Beschäftigung."
Aber auch die Unternehmen der Automobilbranche müssen sich ihrer Verantwortung stellen. Mit ihrer bisherigen Produktstrategie sind sie dieser nicht nachgekommen. Huber bekräftigte: "Gerade die ökologischen Herausforderungen, ja Notwendigkeiten, müssen wir stärker in den Vordergrund rücken.

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