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Kfz-Handwerk: Weitere Tarifabschlüsse durchgesetzt

Mehr Geld für Kfz'ler im Norden und Osten

11.07.2017 Ι 2,9 Prozent mehr Geld jetzt - und weitere 2,9 Prozent nächstes Jahr gibt es für die Beschäftigten des Kfz-Handwerks in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Für Auszubildende fällt das Plus besonders satt aus. Zudem müssen Betriebe sie länger übernehmen.

Die IG Metall hat weitere Tariferhöhungen für die Beschäftigten im Kfz-Handwerk durchgesetzt. Die Beschäftigten in den tarifgebundenen Kfz-Werkstätten und Autohäusern in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen erhalten mehr Geld in zwei Stufen. 2,9 Prozent jetzt - und weitere 2,9 Prozent im Herbst 2018. Das haben die Tarifkommissionen der IG Metall mit gewählten Vertretern aus den Betrieben ausgehandelt.

Im Juni hatten sich IG Metall und Arbeitgeber bereits auf ähnliche Tarifabschlüsse in Niedersachsen, in der Pfalz, in Bayern, Hamburg, Berlin, Brandenburg, Sachsen und Baden-Württemberg geeinigt. Damit hat die IG Metall für den Großteil der Tarifgebiete im Kfz-Gewerbe deutliche Einkommenssteigerungen und Verbesserungen für Azubis erreicht. Die Beschäftigten haben dafür mit Warnstreiks, Demonstrationen und Autokorsos Druck gemacht.


Überproportionales Plus und Übernahme für Auszubildende

In Mecklenburg-Vorpommern steigen die Löhne und Gehälter ab August 2017 um 2,9 Prozent sowie um weitere 2,9 Prozent ab Dezember 2018. Statt Einmalzahlungen setzte die IG Metall-Tarifkommission eine Verlängerung des Urlaubs von 29 auf 30 Tage durch. Für die Auszubildenden gibt es überproportionale Erhöhungen - um 30 Euro je Ausbildungsjahr - sowie eine Übernahme für mindestens zwölf Monate.

 

In Sachsen-Anhalt steigen die Entgelte ab Juli 2017 um 2,9 Prozent sowie um weitere 2,9 Prozent im September 2018. Für die Monate Mai und Juni erhalten alle Beschäftigten jeweils eine Einmalzahlung in Höhe von 90 Euro. Darüber hinaus steigen auch hier die Ausbildungsvergütungen überproportional um 35 Euro je Ausbildungsjahr. Außerdem müssen die Auszubildenden nach bestandener Prüfung nicht mehr nur sechs Monate sondern - ebenso wie in Baden-Württemberg, Bayern und Brandenburg - mindestens zwölf Monate lang weiterbeschäftigt werden.

 

In Schleswig-Holstein gibt es 2,9 Prozent ab August 2017 sowie weitere 2,9 Prozent ab Oktober 2018. Zudem erhalten die Kfz-Beschäftigten eine Einmalzahlung von 160 Euro. Die Ausbildungsvergütungen steigen je nach Ausbildungsjahr um 85 bis 102 Euro.

In Thüringen steigen die Entgelte um 2,9 Prozent zum 1. September 2017 sowie um weitere 2,9 Prozent zum 1. Oktober 2018. Die Ausbildungsvergütungen steigen in diesem und im nächsten Jahr um jeweils 40 Euro. Erstmals haben sich die Arbeitgeber verpflichtet, ausgelernte Azubis für sechs Monate zu übernehmen. IG Metall und Arbeitgeber haben vereinbart, dass sie 2019 Gespräche über die Verlängerung der Übernahme auf zwölf Monate führen werden.

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