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© Becker Bredel

Was Betriebsräte bewegen

Kündigungen verhindert

30.01.2018 Ι Ab 1. März starten die Betriebsratswahlen. Stephan Ahr, Betriebsrat bei Saarstahl in Völklingen, erzählt, welche kleinen und großen Herausforderungen die Arbeit stellt - und warum sich der Einsatz lohnt.

"Ich habe bei Saarstahl technischer Zeichner gelernt, mich danach weitergebildet und als Konstrukteur gearbeitet. Daneben habe ich mich immer schon im Betrieb engagiert. Ich wollte, dass wir besser arbeiten und dass es im Betrieb gerecht zugeht - und dabei mit anpacken. Darum war ich in der Jugendvertretung und bin seit 2006 im Betriebsrat, seit 2009 Vorsitzender.


Täglich Neues

Mit 35 Stunden in der Woche ist meine Arbeit nicht getan. Manchmal dauert der Tag fast bis Mitternacht. Aber das ist okay. Es ist ein Ehrenamt. Und man wird entschädigt dadurch, dass es eine faszinierende Tätigkeit ist. Jeder Tag ist anders. Man muss sich ständig auf neue Themen, andere Menschen und andere Sorgen einstellen. Jemand findet sich falsch eingruppiert, eine Absauganlage funktioniert nicht, Toiletten sind nicht benutzbar. Die Kollegen kommen mit vielen alltäglichen Problemen zu uns. Und wir versuchen, sie zu lösen. Genauso wie die größeren Herausforderungen, die Daueraufgaben. Etwa: Was lässt sich technisch verändern, damit die Arbeit leichter und die Belastung durch Schadstoffe geringer wird, also damit wir gesund bleiben und später unser Rentenalter genießen können?


Außerdem gibt es auch die ganz großen Probleme. Ein solches mussten wir gerade lösen. Ein Teil unserer Schmiede sollte geschlossen werden. 900 Menschen und ihre Familien bangten um ihre Zukunft. Das ging mir als Betriebsrat sehr nahe. Menschen auf die Straße zu setzen ist keine Lösung, wenn es wirtschaftliche Probleme gibt. Wir müssen offen für Veränderungen sein und uns - auch als Betriebsräte - engagieren, damit andere, zukunftsweisende Produkte entwickelt werden.


Im aktuellen Konflikt haben wir erreicht, dass es für 411 Kollegen in der Schmiede weitergeht. 300 können in andere Bereiche wechseln. Und für die Verbleibenden gibt es attraktive Altersteilzeitangebote und Abfindungen. Kündigungen sind ausgeschlossen. Solche Erfolge für die Kollegen zeigen doch, dass es sich lohnt, Betriebsrat zu sein."

Betriebsratswahlen 2014: Leiharbeitnehmer bestimmen mit

© (Archiv) Stephen Petrat

Betriebsratswahlen

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© (Archiv) Stephen Petrat

RECHT SO!

Jetzt für die Betriebsratswahlen 2018 kandidieren

27.11.2017 Ι 2018 wählen Beschäftigte zwischen dem 1. März und 31. Mai ihre Interessenvertreterinnen und -vertreter im Betrieb. Tjark Menssen von der DGB Rechtsschutz GmbH erläutert, welche Rechte Wahlvorstände und Kandidaten bei der Betriebsratswahl haben. mehr...
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© (Archiv) Stephen Petrat

Klein, aber wichtig: Betriebsräte im Handwerk

Ab fünf Beschäftigte ist ein Betriebsrat möglich

28.09.2017 Ι "Wir pflegen den direkten Draht zum Chef und klären die Dinge im Vier-Augen-Gespräch. Wir brauchen keinen Betriebsrat." So lange es gut läuft im Betrieb, funktioniert diese "Übereinkunft". Was aber, wenn's nicht mehr gut läuft und die Interessen sich kreuzen? Dann sind Arbeitnehmer gut beraten, wenn sie einen Betriebsat als starken Parter an ihrer Seite haben. mehr...

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Werner Bachmeier
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