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Warnstreiks ermöglichten einen fairen Tarifabschluss

Warnstreiks ermöglichten einen fairen Tarifabschluss

Hart erkämpft: Metaller dürfen sich auf ein gutes Plus freuen

16.05.2013 Ι Die Warnstreiks haben sich gelohnt: In der vierten Runde in Bayern erzielten IG Metall und Arbeitgeber ein Ergebnis, das den Metallern einen realen Lohnzuwachs und faire Teilhabe an der wirtschaftlichen Entwicklung sichert. Jetzt starten die Verhandlungen zur Übernahme des Münchner Pilotabschlusses für die anderen Tarifgebiete.
Der Tarifabschluss von Bayern ist jetzt unter Dach und Fach: Die IG Metall-Tarifkommission hat am Mittwoch einstimmig für das ausgehandelte Ergebnis votiert, das IG Metall und Arbeitgeber in der Nacht zum 15. Mai in München erzielt hatten. In der Kommission sitzen Vertreterinnen und Vertreter aus den Betrieben, die sowohl über Forderungen als auch über Abschlüsse diskutieren und abstimmen.

Nachdem die IG Metall-Tarifkommission in Bayern das Ergebnis angenommen hat, verhandeln jetzt die regionalen IG Metall-Bezirke und Arbeitgeber um die zügige Übernahme des Münchner Abschlusses für die anderen Tarifgebiete. Nur dann ist dieser auch bundesweit für die Metall- und Elektroindustrie gültig. Die ersten Übernahmeverhandlungen starten am heutigen Donnerstag in Baden-Württemerg, Nordrhein-Westfalen sowie in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Guter Kompromiss - ein Plus für alle

Nach dem erzielten Tarifergebnis von München erhöhen sich die Entgelte für die Beschäftigten der Metall- und Elektrobranche in zwei Stufen: Ab Juli diesen Jahres steigen die Entgelte für 10 Monate um 3,4 Prozent und ab Mai 2014 um weitere 2,2 Prozent für 8 Monate. Den Auszubildenden beschert der Abschluss eine überproportionale Anhebung ihrer Vergütung. Für die Monate Mai und Juni 2013 gelten die bisherigen Entgelttabellen weiter. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 20 Monate und endet am 31. Dezember 2014.

Grafik: Entgelte erhöhen sich sich in zwei Stufen.

Die IG Metall bewertet den Abschluss als einen guten Kompromiss in unsicheren Zeiten. Das prozentuale Plus von zunächst 3,4 und dann weiteren 2,2 Prozent in 2014 schlägt sich in den Tariftabellen nieder. Damit erhöhen sich die Entgelte 2012 um 3 Prozent und 2014 um 3,25 Prozent. Am Ende der Laufzeit sind die Entgelttabellen um 5,6 Prozent erhöht. Das sichert den Beschäftigten einen dauerhaften Reallohnzuwachs sowie eine faire Teilhabe an der wirtschaftlichen Entwicklung. Denn die Basis für die Verhandlungen in der nächsten Tarifrunde sind die 5,6 Prozent Erhöhung.

Die höheren Einkommen stärken außerdem die Binnenkaufkraft. Das kommt letztlich auch der deutschen Wirtschaft zugute, denn höhere Löhne stabilisieren die Inlandsnachfrage. Und nur eine entsprechende Kaufkraft kann eine zusätzliche Dynamik für die Wirtschaft sichern.

Dank an alle Warnstreikenden

Das Tarifergebnis war nur möglich, weil IG Metall-Mitglieder ein deutliches Zeichen der Solidarität gesetzt haben. Kreativ und machtvoll haben sich über 750 000 Metallerinnen und Metallern seit dem Ende der Friedenspflicht bundesweit an den Warnstreiks beteiligt. Ihr Einsatz und Engagement haben sich gelohnt. Dafür bedankt sich die IG Metall.

Tarif

Lohn, Gehalt und mehr.

Links und Zusatzinformationen
Piliotabschluss Bayern
Übernahmeverhandlungen


Donnerstag, 16. Mai 2013
  • Baden-Württemberg
  • Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland
  • Nordrhein-Westfalen

Freitag, 17. Mai 2013

  • Niedersachsen
  • Sachsen

Mittwoch, 22. Mai 2013

  • Thüringen

Donnerstag, 23. Mai 2013

  • Berlin-Brandenburg
  • Sachsen-Anhalt
  • Osnabrück-Emsland

Montag, 27. Mai 2013

  • Küste


Nach den Verhandlungen entscheiden jeweils die regionalen IG Metall-Tarifkommissionen, ob sie das Ergebnis annehmen.

Wozu sind Tarifverträge gut?

Tarifverträge regeln Löhne, Gehälter und Vergütungen für Auszubildende - aber auch die Zahl der Urlaubstage, Urlaubs- und Weihnachtsgeld und wie lange Beschäftigte arbeiten müssen. Ohne Tarifverträge sind die Arbeitszeiten länger und der Urlaub kürzer - laut Gesetz nur 20 Arbeitstage. Meist gelten die Tarifverträge für ein Jahr oder auch länger. Wenn sie ablaufen, wird über neue verhandelt.

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