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VW/Porsche: Aufsichtsrat stimmt Zusammenschluss zu

VW/Porsche: Aufsichtsrat stimmt Zusammenschluss zu

Allianz von VW und Porsche besiegelt

20.11.2009 Ι Der Aufsichtsrat von Volkswagen hat in seiner gestrigen Sitzung den geplanten Zusammenschluss mit Porsche besiegelt. Heute sollen nun die Porsche-Eigner in Wolfsburg die Verträge unterzeichnen.

Der Aufsichtsrat habe allen Verträgen zum Zusammenschluss zugestimmt, teilte VW mit. Die Porsche-Eigner sollen die Verträge im Laufe des Tages in Wolfsburg unterzeichnen. Eine Entscheidung von VW über das künftige Engagement beim insolventen Autozulieferer Karmann dürfte erst heute fallen. Dann tritt der VW-Aufsichtsrat erneut zusammen, um die Investitionsplanung für die kommenden Jahre fortzuschreiben.

Wer rückt an die Spitze?
Mit Absegnung der VW-Porsche-Ehe rücken VW-Chef Martin Winterkorn und Finanzchef Hans Dieter Pötsch an die Spitze der Porsche-Holding, um dort die Funktionen der entlassenen Manager Wendelin Wiedeking und Holger Härter zu übernehmen. Volkswagen hatte sich im Sommer nach fast vierjährigem Machtkampf mit Porsche im Grundsatz darauf verständigt, den hoch verschuldeten Sportwagenbauer als zehnte Marke einzugliedern. Die komplizierten gesellschaftsrechtlichen Schritte dahin mussten erst von den Juristen ausformuliert werden.

Der Weg zum gemeinsamen Konzern
Volkswagen will in einem ersten Schritt knapp die Hälfte des Porsche-Sportwagengeschäfts übernehmen und sich auf einer außerordentlichen Hauptversammlung Anfang Dezember von seinen Aktionären die Genehmigung für die Ausgabe von bis zu 135 Millionen Vorzugsaktien holen, um die Transaktion zu finanzieren. Bis 2011 sollen beide Unternehmen zu einem gemeinsamen Konzern mit rund 380 000 Beschäftigten verschmelzen. Dies ist nur ein Zwischenschritt in VWs ehrgeizigen Plänen. Der Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, Weltmarktführer Toyota in den nächsten Jahren vom Thron stoßen.

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