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Umsteigen auf Erneuerbare Energien

Anders leben, anders fahren, anders produzieren

15.04.2011 Ι Eigentlich ist der Streit um die Atomkraft schon keiner mehr. Fast alle wollen raus. Nur die Energiekonzerne nicht. Konflikte gibt es egentlich nur noch um den Zeitpunkt. Klar ist jedoch auch: Wenn schnellstmöglich umgestiegen werden soll, dann muss sich in den Unternehmen, auf der Straße und bei uns zu Hause einiges ändern.

An einem ökologischen Umbau der Gesellschaft führt kein Weg vorbei. Daran bestehen angesichts der Reaktorkatastrophe in Fukushima keine Zweifel mehr. Weitere Gründe sind der Klimawandel und die Notwendigkeit, die natürlichen Ressourcen zu erhalten.

Schnellstmöglich auf Erneuerbare Energien umsteigen
Öl, Kohle und Gas sind nicht unendlich verfügbar. Zudem werden bei ihrer Verbrennung CO2-Emissionen erzeugt und somit das Klima geschädigt. Auch die Atomkraft als Energielieferant ist ungeeignet. Sie erzeugt zwar keine Emissionen, ist aber nicht beherrschbar, wie der jüngste Vorfall in Japan gerade gezeigt hat. Deshalb sollten Sonne, Wind, Wasser, Erdwärme und Biomasse als Stromlieferanten ausgebaut werden. Gleichzeitig müssen sich noch mehr Verbraucher dazu entschließen auf Ökostrom umzusteigen, auch wenn der Tarif teurer ist. 

Für ein nachhaltiges Mobilitätssystem
Elektromobilität und neue Formen des öffentlichen Nahverkehrs werden in den Städten und den Ballungsräumen in naher Zukunft eine zentrale Rolle spielen. Dabei geht es nicht nur um den Einsatz von Elektroautos. Wir brauchen dafür nachhaltige Verkehrs- und Mobilitätsystemkonzepte. Dazu müssen auch neue technische Lösungen her und eine neue Infrastruktur. Die Materialien und Energien, mit denen Fahrzeuge und Systeme produziert werden, müssen möglichst effektiv und sparsam eingesetzt werden.

Skeptiker wenden ein, dass für die Elektromobilität der Strombedarf steigen wird. Doch nach einer Studie des Bundesumweltministeriums brauchen wir dafür weder mehr Kohlekraftwerke noch die Kernkraft. Denn Elektrofahrzeuge benötigen nur einen Bruchteil der Strommengen, die durch die Erneuerbaren Energien erzeugt werden.


 

Produkte und Prozesse effizienter einsetzen
Tagtäglich wird in den Unternehmen darüber diskutiert, wie die Arbeitsleistung angekurbelt und die Arbeitsproduktivität gesteigert werden kann. Mindestens ebenso effektiv ist es jedoch, Energie, Materialien und Rohstoffe sparsam einzusetzen. Denn die Zeiten preiswerter Energien und Rohstoffe sind vorbei. Ressourceneffizienz ist nicht nur eine Frage der ökologischen Vernunft, sondern auch der ökonomischen Notwendigkeit.


Die IG Metall will einen ökologischen Kurswechsel. Wir müssen jetzt umsteuern und die Weichen für die Zukunft stellen. Das bedeutet eine Wende in vielen Bereichen.

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