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Tipp für den Job: Facebook

Klick in die Klemme

08.07.2011 Ι Ein Facebook-Kommentar brachte fübf Beschäftigte des Daimler-Konzerns in die Bredouille. Der Fall zeigt: Der Umgang mit sozialen Netzwerken ist eine Gratwanderung für Mitarbeiter, Beschäftigte und für Arbeitgeber.
Was man im Internet tut, kann ungeahnte Folgen haben. Besonders wenn man sich in einem Sozialen Netzwerk öffentlich über sein Unternehmen äußert. Auf Facebook wurde Daimler-Konzernchef Zetsche kritisiert, weil er den Ausbau des Stuttgarter Bahnhofs befürwortet. In der Facebook- Gruppe "Daimler-Kollegen gegen Stuttgart 21" wurde Zetsche deshalb als Teil eines "Lügenpacks" bezeichnet. Fünf Daimler-Mitarbeiter hatten zu diesem Eintrag "Gefällt mir" gedrückt und bekamen deshalb Ärger.

Das Geschmäckle
Die fünf Beschäftigten hatten kein Pseudonym benutzt. Im März wurden sie von der Personalabteilung zum Rapport einbestellt. Daimler ließ die Facebook-Seite löschen und versicherte, dass es keine Abmahnung und keinen Eintrag in die Personalakte gibt. Der Vorgang bekam freilich das Geschmäckle von Zensur. Der Betriebsrat intervenierte gegen die Vorladung. Die Gespräche seien prinzipiell nur freiwillig. Der Fall zeigt, dass es bei den Sozialen Medien eine Grauzone gibt.

Mit einem Klick kann man schnell in die Klemme kommen. In immer mehr Unternehmen gelten deshalb Richtlinien, an denen auch Betriebsräte mitwirken können und sollen. Dabei gilt: Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist kein Freifahrschein. Die Persönlichkeit und Würde jedes Einzelnen ist zu achten - auch im Netz.

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