Metall-Tarifrunde 2018
IG Metall ruft zu ganztägigen Warnstreiks auf

Die fünfte Tarifverhandlung in Baden-Württemberg endete am Samstagvormittag ergebnislos. Die Arbeitgeber waren nicht kompromissbereit: Sie boten lediglich knapp 3 Prozent mehr Lohn, trotz der sehr guten wirtschaftlichen Lage. Die IG Metall ruft nun zu ganztägigen Warnstreiks auf.


Die Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg endeten am Samstagvormittag nach 16 Stunden ohne Ergebnis. „Wir sind mit dem festen Willen in diese Verhandlung gegangen, einen tragbaren Kompromiss für beide Seiten zu finden“, erklärt unser Verhandlungsführer Roman Zitzelsberger. „Die Arbeitgeber sind allerdings auf keinen unserer Lösungsvorschläge eingegangen.“

Die Arbeitgeberinnen boten lediglich knapp 3 Prozent mehr Lohn, trotz der sehr guten wirtschaftlichen Lage, und blockierten auch bei der Arbeitszeit Lösungen. Dabei hatten wir den Arbeitgebern Spielräume bei der Anpassung der Arbeitszeit nach oben zugestanden. Knackpunkt der Verhandlungen war zudem der von uns geforderte Zuschuss zur Reduzierung der Arbeitszeit für Beschäftigte mit Kindern, zu pflegenden Angehörigen und in Schichtarbeit.
 


Arbeitgeber waren auf Eskalation aus

Wir werden nun in allen Tarifgebieten in ganztägige Warnstreiks gehen. Dies hat unser Vorstand genehmigt. Zunächst geben unsere Mitglieder in den aufgerufen Betrieben ihr Votum ab.

„Die Arbeitgeber haben es offensichtlich gezielt auf eine Eskalation angelegt und hatten nie die Absicht zur Einigung. Das zeigte sich daran, dass sie sich heute weder beim Geld noch bei der Arbeitszeit ausreichend bewegt haben, um einen Kompromiss möglich zu machen“, kritisiert unser Vorsitzende Jörg Hofmann. „Es ist unverantwortlich, die überfällige Modernisierung der Arbeitswelt zu blockieren und den Beschäftigten einen fairen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg zu verweigern. Das werden sich die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie nicht gefallen lassen. Jetzt gilt: Wer sich nicht bewegt, der muss geschoben werden.“

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