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01.02.2018 Ι Ganztägige Warnstreiks bundesweit

In rund 100 Betrieben steht die Produktion

In der Metall- und Elektroindustrie gehen die bundesweiten ganztägigen Warnstreiks weiter. In rund 100 Betrieben mit rund 125.000 Beschäftigten steht die Produktion. "Die beeindruckende Beteiligung der Belegschaften an den ganztägigen Warnstreiks zeigt, dass sich die Beschäftigten in dieser hervorragenden wirtschaftlichen Situation nicht mit Brosamen abspeisen lassen", sagt Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall. Mehr dazu in der Pressemitteilung der IG Metall.

01.02.2018 Ι Ganztägige Warnstreiks in Berlin, Brandenburg und Sachsen

Erfolgreiche Premiere: Heute steht ZF, Porsche folgt am Abend

Die Produktion ruht bei ZF Getriebe in Brandenburg. Am Abend stehen dann auch bei Porsche in Leipzig für einen Tag alle Räder still. "Die aufgerufenen Belegschaften haben mit ihren überwältigend positiven Mitgliedervoten ein klares Bekenntnis zur Durchführung von 24-Stunden-Warnstreiks abgegeben", sagt Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen. "Damit haben sie ihre Bereitschaft dokumentiert, für ihre Ziele zu kämpfen. Jeder Versuch der Arbeitgeber, uns mit juristischen Mitteln in die Knie zu zwingen, wird scheitern."

01.02.2018 Ι Ganztägige Warnstreiks in Bayern

Jürgen Wechsler: "Die bayerischen Zulieferer liefern heute nicht"

23.000 Beschäftigte legen heute die bayerische Zulieferindustrie lahm. Insgesamt sind 18 Betriebe von ganztägigen Warnstreiks betroffen: fünf Werke von Bosch Rexroth in Lohr, Elchingen, Schweinfurt und Volkach, Bosch in Bamberg, Mahle Behr in Neustadt, Schaeffler und Pressmetall in Gunzenhausen sowie ZF Gusstechnologie und Federal Mogul in Nürnberg. Am Abend beginnen um 22 Uhr ganztägige Warnstreiks bei Grammer in Amberg und bei Getrag in Bad Windsheim. IG Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler: "Die bayerischen Zulieferer liefern heute nicht. Trotz Schnee und Regen sind die Betriebe leer, nirgendwo wird produziert. Es geht nichts rein und nichts raus."

01.02.2018 Ι Ganztägige Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen

Ganztägige Warnstreiks in 22 Betrieben mit rund 28.000 Beschäftigten

Landesweit liegt der Schwerpunkt der ganztägigen Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen in der Automobil- und Zulieferindustrie. Dabei ist Ford in Köln mit rund 17.000 Mitarbeitern der größte Betrieb, in dem die Produktion steht. Insgesamt steht in 22 Betrieben mit rund 28.000 Beschäftigten die Produktion. IG Metall-Bezirksleiter Knut Giesler: "Die Beteiligung der Kolleginnen und Kollegen an unseren ganztägigen Warnstreiks ist hervorragend. Insgesamt wurden nun seit Dienstagnacht 52 Betriebe mit rund 42.600 Beschäftigten bestreikt."

01.02.2018 Ι Ganztägige Warnstreiks in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt

Thorsten Gröger: "Die Stimmung ist hervorragend"

Neben den ganztägigen Warnstreiks in Gronau bei Wabco, bei Miele in Lehrte, in Hannover bei KraussMaffei Berstorff, bei Volkswagen Osnabrück, MAN in Salzgitter, Renold in Einbeck, in Hann. Münden bei Haendler & Natermann sowie bei Demag in Uslar gibt es viele kurzzeitige Warnstreiks mit großer Beteiligung. IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Thorsten Gröger: "Die Stimmung bei den ganztägigen Warnstreiks ist hervorragend. Hier wird die Entschlossenheit der Beschäftigten deutlich, genau wie der hohe Grad an Mobilisierung und Vorbereitung. Das Signal an die Arbeitgeber ist deutlich, endlich einzulenken und eine Lösung am Verhandlungstisch zu ermöglichen."

01.02.2018 Ι Kurzzeitige Warnstreiks bei Volkswagen

50.000 VW-Beschäftigte zeitweise im Warnstreik

Auch die Beschäftigten der Volkswagen-Standorte in Wolfsburg, Salzgitter, Braunschweig, Kassel, Emden und Hannover legen zeitweise die Arbeit nieder. Insgesamt beteiligen sich 50.000 VW-Beschäftigte an den kurzzeitigen Warnstreiks. Über 6.000 Beschäftigte legen bei VW Nutzfahrzeuge zeitweise die Arbeit nieder. IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Thorsten Gröger: "Das Angebot der letzten Verhandlungsrunde am vergangenen Dienstag war eine Mogelpackung, im Volumen ist hier deutlich weniger drin als in der Fläche. Die Beschäftigten bei Volkswagen zeigen heute an vielen Standorten genau wie in Hannover, was sie von dieser Provokation halten."

01.02.2018 Ι Reportage Vacuumschmelze Hanau

Für ein gemeinsames Ziel einstehen

Die Belegschaft der Vacuumschmelze im hessischen Hanau gehörte zu den ersten, die in den 24-Stunden-Warnstreik gingen. Fernsehteams begleiteten sie schon, als sie am Abend vorher alles für den großen Tag aufbauten. Ab sechs Uhr morgens füllte sich das Streikzelt. Einen ganzen Tag streiken war für viele eine ungewohnte Erfahrung. Aber eine gute. Mehr ...

01.02.2018 Ι Ganztägige Warnstreiks im Bezirk Küste

Meinhard Geiken: "Ganztägige Warnstreiks laufen hervorragend"

Im Bezirk Küste lassen über 16.000 Beschäftigte in sechs Unternehmen die Produktion stillstehen. Bei Daimler in Bremen legten 12.000 und bei Mercedes-Benz in Hamburg 2.200 Metallerinnen und Metaller die Arbeit nieder. Zudem ruht die Arbeit den ganzen Tag über bei Lear in Bremen, Kolbenschmidt in Papenburg, GKN Driveline in Kiel sowie bei Flowserve SIHI in Itzehoe. Zusätzlich gibt es kurzzeitige Warnstreiks in Kiel bei Vossloh, Heidelberger und Rheinmetall. "Die ganztägigen Warnstreiks laufen hervorragend", sagt IG Metall-Bezirksleiter Meinhard Geiken. "Mit jedem Tag zeigen wir den Arbeitgebern, dass wir den Druck aus den Betrieben weiter steigern können."

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