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06.12.2017 Ι Zweite Tarifverhandlung Bayern

"Angebot der Arbeitgeber ist eine Provokation und nicht verhandlungsfähig"

Zur zweiten Verhandlung für die bayerische Metall- und Elektroindustrie in München präsentierten die Arbeitgeber ein erstes Angebot: Zwei Prozent mehr Entgelt für 15 Monate und eine Einmalzahlung von 200 Euro. Das Thema Arbeitszeit ignorierten sie komplett. IG Metall-Verhandlungsführer und Bezirksleiter Jürgen Wechsler sprach von einer "Provokation". Das Entgeltangebot sei angesichts der sehr guten Wirtschaftslage völlig inakzeptabel. "Darüber hinaus erwarten wir selbstverständlich auch ein Angebot zum Thema Arbeitszeit. Die IG Metall hat ein Paket mit den Themen Entgelt und Arbeitszeit gefordert, und wir verhandeln auch nur über ein Paket", so Wechsler. Zuvor hatten über 4000 Metallerinnen und Metaller vor dem Haus der Bayerischen Wirtschaft demonstriert, wo die Gespräche stattfanden. Die dritte Verhandlung ist am 15. Januar 2018 in Nürnberg. Am 31. Dezember endet die Friedenspflicht, ab 1. Januar sind Warnstreiks möglich.

06.12.2017 Ι Zweite Tarifverhandlung Niedersachsen

"Angebot ist inakzeptabel mickrig"

Zum Auftakt der zweiten Runde in Niedersachsen versammelten sich mehr als 500 Beschäftigte vor dem Verhandlungshotel in Hannover. Auch dort legten die Arbeitgeber ein Angebot auf den Tisch, das sie an Gegenforderungen knüpften: Die 200 Euro Einmalzahlung und zwei Prozent Entgelterhöhung ab 1. April 2018 für 15 Monate soll es nur dann geben, wenn die wöchentliche Arbeitszeit umfassend ausgeweitet werden kann, Zuschläge wegfallen und befristete Beschäftigungsmöglichkeiten ausgedehnt werden können. Den Achtstundentag stellten sie in Frage. IG Metall-Verhandlungsführer Thorsten Gröger kritisierte das Verhalten der Arbeitgeber als "unverschämt" und kündigte ab Januar Warnstreiks an. "Wer die Bedürfnisse der Beschäftigten nicht zur Kenntnis nimmt und auf unsere Argumente nicht hören will, der wird die Empörung aus den Betrieben zu spüren bekommen." Der nächste Verhandlungstermin ist am 16. Januar 2018 in Hannover.

22.11.2017 Ι Erste Tarifverhandlung Thüringen

Arnstad: "Arbeitgeber haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt"

Ohne Annäherung: Auch die erste Tarifverhandlung für die Metall- und Elektroindustrie in Thüringen endet ergebnislos. Vor Beginn der Verhandlungen haben fast 200 Metallerinnen und Metaller in Arnstadt für die Tarifforderungen demonstriert. IG Metall-Verhandlungsführer Jörg Köhlinger: "Die Thüringer Arbeitgeber haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Sie haben heute die begründeten Ansprüche der Arbeitnehmer an eine bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Leben rundweg abgelehnt und kein Angebot für eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen vorgelegt".

21.11.2017 Ι Erste Tarifverhandlung Sachsen-Anhalt

Auch in Magdeburg: "Arbeitgeber schalten auf stur und verschließen sich"

In Magdeburg endete die erste Tarifverhandlung für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Sachsen-Anhalt ergebnislos. Die Arbeitgeber quittierten das Forderungspaket der IG Metall mit brüsker Zurückweisung, wofür IG Metall-Verhandlungsführer Thorsten Gröger kein Verständnis aufbringen konnte: "Die Arbeitgeber schalten auf stur und verschließen sich". Dies betrifft sowohl die Entgeltforderung von sechs Prozent als auch die Forderung nach Möglichkeiten für alle Beschäftigten, ihre Arbeitszeit vorübergehend zu reduzieren. Die Verhandlungen werden am 8. Dezember fortgesetzt.
 


© Freimut Hengst

17.11.2017 Ι Erste Tarifverhandlung Sachsen

Verhandlungsauftakt in Radebeul: Arbeitgeber auf Konfrontationskurs

Für die Bechäftigten der sächsischen Metall- und Elektroindustrie starteten die Tarifverhandlungen in Radebeul. Auch dort gingen die Arbeitgeber auf Konfrontationskurs und und lehnten die Forderungen der IG Metall ab. Stattdessen präsentierten sie einen eigenen Forderungskatalog. "Die Arbeitgeber fordern, dass wir länger arbeiten für weniger Geld. Darüber hinaus fordern sie eine Einschränkung bestehender Rechte und eine Ausweitung der sachgrundlosen Befristung. Das bedeutet weniger feste und mehr befristete Arbeitsverhältnisse", sagte Verhandlungsführer Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen.

16.11.2017 Ι Erste Tarifverhandlung Nordrhein-Westfalen

"Es gibt keine Gründe für die Arbeitgeber, in ein Jammertal zu verfallen"

Rund 700 Metallerinnen und Metaller läuteten die erste Tarifverhandlung für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen ein. Zu Beginn der Verhandlung in Dortmund begründete die IG Metall ihre Forderung von sechs Prozent mit der sehr guten wirtschaftlichen Situation. "Es gibt keine Gründe für die Arbeitgeber, in ein Jammertal zu verfallen", sagte Knut Giesler, Verhandlungsführer und Bezirksleiter der IG Metall NRW. Zu den Gegenforderungen der Arbeitgeber erklärte Giesler: "Wir haben seit 30 Jahren genügend Möglichkeiten zur Ausweitung der Arbeitszeit nach oben. Jetzt sind die Bedürfnisse der Beschäftigten dran.". Am 14. Dezember ist die zweite Verhandlung in Wuppertal.

16.11.2017 Ι Erste Tarifverhandlung Bayern

"Arbeitgeber verweigern sich den Forderungen der IG Metall"

Vor dem Verhandlungsauftakt in Schweinfurt demonstrierten rund 2600 Metallerinnen und Metaller für ihre Forderungen: sechs Prozent mehr Geld für 12 Monate und einen Anspruch für alle, ihre Arbeitszeit für bis zu zwei Jahre auf bis zu 28 Stunden pro Woche zu reduzieren. Die Arbeitgeber verweigerten sich in der ersten Verhandlung für die bayerische Metall- und Elektroindustrie komplett den Forderungen der IG Metall. Jürgen Wechsler, Verhandlungsführer und Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagte: "Wir wollen Beschäftigte teilhaben lassen, Arbeitgeber verkennen die Lebensrealität der Menschen." Die zweite Tarifverhandlung ist am 6. Dezember in München.

16.11.2017 Ι Erste Tarifverhandlung Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland

Mehr Geld und mehr Zeit für uns: Starker Auftakt in Mainz

Zum Start der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland gingen mehr als 500 Metallerinnen und Metaller in Mainz auf die Straße. Die erste Runde endete ohne Annäherung. Die Arbeitgeber wiesen die Positionen der IG Metall nicht nur zurück, sondern skizzierten eigene Vorstellungen zu einer angeblichen "Modernisierung der Arbeitszeit". Jörg Köhlinger, Verhandlungsführer für die IG Metall, zeigte sich empört: "Die Arbeitgeber haben die Zeichen der Zeit, die begründeten Ansprüche der Arbeitnehmer an angemessenen Entgelterhöhungen im achten Jahr des wirtschaftlichen Aufschwungs und an eine bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Leben offenbar nicht erkannt." Nächster Verhandlungstermin ist der 6. Dezember.

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Werner Bachmeier
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