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08.01.2018 Ι Warnstreiks im Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen

Beschäftigte verleihen Forderung Nachdruck

1970 Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Berlin, Brandenburg und Sachsen folgten heute dem Warnstreikaufruf der IG Metall. Mit Arbeitsniederlegungen von bis zu zwei Stunden verliehen sie ihrer Forderung nach sechs Prozent mehr Entgelt und Wahlmöglichkeiten für moderne Arbeitszeitmodelle Nachdruck. Der Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, Olivier Höbel, sagte: "Unser Modell der kurzen Vollzeit ist ein neuer, besserer Weg jenseits der Trennung zwischen Vollzeit plus Mehrarbeit und Teilzeit ohne Rückkehrrecht".

08.01.2018 Ι Warnstreiks im Bezirk in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt

Blockadehaltung muss aufhören

Rund 1000 Beschäftigte aus 10 Betrieben waren heute im IG Metall Bezirk Niedersachsen und Sachsen Anhalt zu Warnstreiks auf den Straßen. Bezirksleiter Thorsten Gröger sagte auf einer Pressekonferenz: "Wir werden unsere Warnstreikaktivitäten in dieser Woche ausweiten". Mit Blick auf die nächste Verhandlungsrunde am 16. Januar stellte er klar: "Wir erwarten ein deutliches Entgegenkommen der Arbeitgeber, vor allem in Fragen der Arbeitszeit, aber auch beim Entgelt." Die Blockadehaltung müsse endlich aufhören.

08.01.2018 Ι Warnstreiks im Bezirk Baden-Württemberg

Richtige Signal an die Arbeitgeber

Mehrere Tausend Beschäftigte in Baden-Württemberg haben heute zeitweise die Arbeit niedergelegt. Bei Porsche in Stuttgart-Zuffenhausen nahmen über 3000 an einer Kundgebung teil, weitere 150, beziehungsweise 180 Metaller der Autozulieferer Valeo Wischersysteme und Wabco versammelten sich in Bietigheim-Bissingen und Mannheim. Vor dem Werkseingang von Getrag Magna Powertrain in Rosenberg trafen sich ab 13 Uhr rund 200 Beschäftigte zu einer Kundgebung. IG Metall-Bezirksleiter und Verhandlungsführer Roman Zitzelsberger: "Das war ein gelungener Auftakt, der den Arbeitgebern das richtige Signal für nächsten Donnerstag gibt."

08.01.2018 | Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen

Warnstreik um Mitternacht

Im Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall zu ersten Warnstreiks aufgerufen. In NRW gingen die ersten Beschäftigten um Mitternacht auf die Straßen. "Die Arbeitgeber haben die Warnstreiks mit ihrem bisherigen Verhalten am Verhandlungstisch provoziert. Das Angebot von zwei Prozent mehr Geld und eine Einmalzahlung von 200 Euro trägt in keiner Weise der sehr guten wirtschaftlichen Situation der Branche Rechnung", sagte Bezirksleiter Knut Giesler im Vorfeld. Weitere Aktionen sollen am Abend folgen.

04.01.2018 Ι Warnstreik bei Porsche, Baden-Württemberg

2500 Metallerinnen und Metaller starten mit Warnstreiks bei Porsche

Erfolgreicher Warnstreikauftakt bei Porsche: Rund 2500 Beschäftigte zogen heute Morgen vor die Werkstore des Sportwagenherstellers und versammelten sich zu einer Warnstreik-Kundgebung. "Unsere Forderung nach sechs Prozent mehr Geld ist mehr als fair. Die Gewinne sprudeln, die Kassen der Arbeitgeber sind prall gefüllt. Uns dann nur zwei Prozent anzubieten, ist nicht nur weltfremd, das ist unverschämt", kritisierte dort der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Uwe Hück die Offerte der Arbeitgeber. "Wenn die Arbeitgeber an den Forderungen nach einer kollektiven Ausweitung der Arbeitszeit festhalten und bei den Zuschlägen sparen wollen, dann spielen sie mit dem Feuer." Mit Bezug auf das von den Arbeitgebern veröffentlichte Gutachten, wonach Teile der Tarifforderung der IG Metall diskriminierend seien, sagte Hück: "Die Arbeitgeber legen damit die Axt an die Grundmauern unserer Demokratie."

04.01.2018 Ι Warnstreik beim Getriebehersteller ZF in Brandenburg

500 ZF-Beschäftigte legen für zwei Stunden die Arbeit nieder

Der Widerstand der Arbeitgeber in der Arbeitszeitfrage stößt bei Metallerinnen und Metallern auf wachsende Kritik. Rund 500 Beschäftigte des Getriebeherstellers ZF in Brandenburg/Havel legten heute kurzzeitig die Arbeit nieder und folgten damit dem Warnstreikaufruf der IG Metall. Auf der Kundgebung vor dem Werktor von ZF kritisierte Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, das Verhalten der Arbeitgeber. Es sei "nicht akzeptabel, dass die Ost-Metaller für das gleiche Entgelt wöchentlich drei Stunden länger arbeiten müssen als im Westen. Das ist ein Monat kostbare Lebenszeit im Jahr und bezogen auf ein Arbeitsleben arbeiten ostdeutsche Kolleginnen und Kollegen für das gleiche Geld drei Jahre länger".

02.01.2018 Ι Warnstreikauftakt Niedersachsen und Sachsen Anhalt

350 Beschäftigte aus Hannover und Salzgitter starten mit Warnstreiks

Bei Radio Frequency Systems (RFS) und Nexans in Hannover sowie bei Bosch in Salzgitter haben Metallerinnen und Metaller die erste Warnstreikwelle eröffnet. 100 Beschäftigte der Früh- und Normalschicht der benachbarten Kabelhersteller RFS und Nexans zogen am Morgen vor das Werkstor. "Wir müssen jetzt auf die Straße gehen, damit die Arbeitgeber zur Vernunft kommen", sagte Dirk Schulze, Bevollmächtigter der IG Metall Hannover. "Sie nutzen die Flexibilität der Tarifverträge voll aus. Jetzt, wo die Bedürfnisse der Beschäftigten dran sind, weigern sie sich, zu verhandeln." Vor den 250 Warnstreikenden bei Bosch in Salzgitter forderte der Betriebsratsvorsitzende Achim Brandt eine "deutlich spürbare Entgelterhöhung".

18.12.2017 Ι Zweite Tarifverhandlung Berlin und Brandenburg

Arbeitgeber-Angebot ruft nach Protest

Begleitet vom Protest von 200 Metallern legten die Arbeitgeber am Montag der IG Metall ihr Angebot für die aktuelle Tarifrunde vor: Nur zwei Prozent mehr Entgelt und 200 Euro Einmalzahlung bei einer Gesamtlaufzeit von 15 Monaten - wie in allen Tarifgebieten. "Das Angebot ist empörend und vollkommen realitätsfern. Wir haben es zurückgewiesen", sagte Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen. Letztere fordert von der boomenden Branche sechs Prozent Plus und bessere Arbeitszeiten sowie für die ostdeutschen Tarifgebiete eine verlässliche Verhandlungszusage über die Angleichung der Arbeitszeiten an die im Westen.

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Werner Bachmeier
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