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11.01.2018 Ι Warnstreiks im Bezirk in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt

4.100 Beschäftigte legen die Arbeit nieder

Im Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt steigt die Beteiligung an den Warnstreiks noch einmal. Rund 4.100 Beschäftigte aus 27 Betrieben legen zeitweise die Arbeit nieder. Die Beschäftigten gönnen sich keine Pause und machen mit zahlreichen und vielfältigen Aktionen im gesamten Bezirk auf ihre Forderungen aufmerksam. Bezirksleiter und Verhandlungsführer Thorsten Gröger sagt mit Blick auf die nächste Verhandlung am 16. Januar: "Im Laufe der Woche haben sich immer mehr Beschäftigte an den Aktionen beteiligt, trotz der kalten Jahreszeit. Und: da kommt noch deutlich mehr. Das sollten die Arbeitgeber beherzigen und uns nächste Woche ein faires, erheblich verbessertes Angebot vorlegen."

11.01.2018 Ι Warnstreiks im Bezirk Bayern

Rund 20.000 Warnstreikende

Die IG Metall Bayern weitet die Warnstreiks nochmals aus. Bis zum Mittag (Stand 14.30 Uhr) legen bereits fast 20.000 Beschäftigte ihre Arbeit vorübergehend nieder. Bei der größten Kundgebung in Nürnberg mit rund 3.000 Teilnehmern sagte Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, mit Blick auf die dritte Verhandlung am 15. Januar in Nürnberg: "Mit der IG Metall wird es nur eine Paketlösung geben, die alle drei Elemente beinhaltet: eine satte Entgelterhöhung, den Anspruch auf kurze Vollzeit und einen Entgeltzuschuss."

11.01.2018 Ι Warnstreiks im Bezirk Nordrhein-Westfalen

12.250 Beschäftigte machen sich für Forderungen stark

In Nordrhein-Westfalen legen 12.250 Beschäftigte aus 109 Betrieben die Arbeit nieder. Die größte Aktion findet auf dem Marktplatz in Lemgo statt. Dort demonstrieren 3.000 Beschäftigte aus 35 Unternehmen für die Forderungen der IG Metall.

11.01.2018 Ι Warnstreiks im Bezirk Mitte

5.000 Beschäftigte auf den Straßen

Im Bezirk Mitte beteiligen sich bis zum Mittag insgesamt fast 5.000 Beschäftigten aus mehr als zwanzig Betriebe an Aktionen und Warnstreiks, weitere folgen im Laufe des Tages. Wie in den vergangenen Tagen auch sind viele Betriebe wiederholt mit mehreren Schichten im Warnstreik. Jörg Köhlinger, Bezirksleiter der IG Metall Mitte, sieht darin eine hohe Zustimmung zu den Forderungen zur Arbeitszeit: "Wir haben bei uns im Bezirk Mitte einen Anteil von 40 Prozent Schichtarbeitern und liegen damit deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Wer in Schichtmodellen arbeitet, muss mit gravierenden gesundheitlichen Einschränkungen und Gefährdungen rechnen. Deswegen fordern wir in der Tarifrunde ja die Möglichkeit zu mehr Freischichten mit einer finanziellen Kompensation. Gerade die Schichtarbeiter sind es ja, die durch ihre extreme Flexibilität auch ermöglichen, dass die Metall- und Elektroindustrie so wettbewerbsfähig ist."

11.01.2018 Ι Warnstreiks im Bezirk Küste

10.800 Beschäftigte im Warnstreik

Die IG Metall Küste weitet die Warnstreiks auf alle norddeutschen Bundesländer aus. 10.800 Beschäftigte aus 40 Betrieben in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordwestniedersachsen und Schleswig-Holstein legen kurzzeitig die Arbeit nieder, bereits in der Nacht.

11.01.2018 Ι Warnstreiks im Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen

1380 Beschäftigte legen die Arbeit nieder

Im Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen legen 1380 Beschäftigte in zwölf Unternehmen die Arbeit nieder, um den Forderungen Nachdruck zu verleihen. Wolfgang Lemb, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, sagt am Morgen beim Warnstreik der Kolleginnen und Kollegen von Pierburg in Berlin: "Ihr arbeitet immer flexibler, rund um die Uhr, auch am Wochenende, so wie es den Arbeitgebern passt. Wir wollen, dass unsere Arbeitszeiten zu unserem Leben, zu unseren Bedürfnissen und zu unseren Familien passen. Deshalb fordert die IG Metall, dass jeder einen individuellen Anspruch darauf hat, seine oder ihre Arbeitszeit bis zu zwei Jahre auf bis zu 28 Stunden in der Woche zu verkürzen."

11.01.2018 Ι Beginn der 3. Verhandlung in Baden-Württemberg

Rückenwind von Zehntausenden Beschäftigten

Vor Beginn der 3. Verhandlungsrunde im IG Metall-Bezirk Baden-Württemberg erhöht die IG Metall mit massiven Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeber. 76.000 Beschäftigte aus knapp 400 Betrieben beteiligen sich bis zum Mittag (14:00 Uhr) an Arbeitsniederlegungen, Kundgebungen und Frühschlussaktionen. Seit Ende der Friedenspflicht haben bundesweit rund 250.000 Metallerinnern und Metaller an den Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie teilgenommen. Im Laufe des Nachmittags und Abends sind weitere Aktionen geplant.

10.01.2018 Ι Bundesweite Zahlen veröffentlicht

Knapp 75.000 Beschäftigte im Warnstreik

An den Warnstreiks beteiligen sich heute bundesweit knapp 75.000 Beschäftigte aus über 350 Betrieben (Stand: 14 Uhr). Seit Ende der Friedenspflicht sind insgesamt rund 160.000 Metallerinnen und Metaller auf die Straße gegangen, um ihrer Tarifforderung Nachdruck zu verleihen und gegen das unzureichende Angebot der Arbeitgeber zu protestieren. Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, bekräftigt auf einer Kundgebung vor 2.000 Warnstreikenden in Homburg (Saarland): "Mit der IG Metall wird es einen Tarifabschluss nur mit allen drei Komponenten geben: eine ordentliche Entgelterhöhung. Eine Wahloption, die Arbeitszeit befristet zu reduzieren. Und Zuschüsse, die die Arbeitszeitreduzierung bei Kindererziehung, in Pflegesituationen und für die Gesundheit auch für alle möglich machen."

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Werner Bachmeier
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