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22.01.2018 Ι Warnstreiks im Bezirk Bayern

3.735 Beschäftigte aus 18 Betrieben machen Druck

Im Bezirk Bayern legen bis zum Mittag 3.735 Beschäftigte aus 18 Betrieben zeitweise die Arbeit nieder. Insgesamt sind Beschäftigte aus 20 Betrieben zum Warnstreik aufgerufen. Damit haben sich seit Beginn der Warnstreiks in Bayern am 8. Januar insgesamt 145.111 Beschäftigte an Aktionen beteiligt. Bezirksleiter Jürgen Wechsler warnt die Arbeitgeber vor einer weiteren Blockade der Verhandlungen und somit einer Eskalation: "Die Arbeitgeber haben noch nicht verstanden, was es bedeuten würde, wenn die IG Metall die Auseinandersetzung ausdehnt."

22.01.2018 Ι Warnstreiks im Bezirk Mitte

Den Druck noch einmal erhöhen

Auch im Bezirk Mitte gehen Beschäftigte zu Warnstreiks auf die Straßen. Die Schwerpunkte liegen in Frankenthal sowie in Germersheim. Mit dem vergangenen Wochenende haben sich im Bezirk mehr als 105.000 Kolleginnen und Kollegen an 478 Warnstreiks und Kundgebungen beteiligt. Jörg Köhlinger, Bezirksleiter und Verhandlungsführer: "Die Arbeitgeber haben in der vergangenen Woche die Chance zu ernsthaften und konstruktiven Verhandlungen nicht ergriffen, daher werden wir den Druck noch einmal steigern. Das Zeitfenster schließt sich langsam, Ende dieser Woche werden wir über das weitere Vorgehen der IG Metall neu entscheiden".

22.01.2018 Ι Warnstreiks im Bezirk Nordrhein-Westfalen

6.800 Beschäftigte legen die Arbeit nieder

Im Bezirk Nordrhein-Westfalen beteiligen sich 6.800 Beschäftigte aus 42 Betrieben an Warnstreiks. In Solingen und Remscheid legen 4.000 Beschäftigte aus 19 Betrieben die Arbeit nieder. Davon beteiligen sich 800 Beschäftigte an einer Kundgebung auf dem Graf-Wilhelm-Platz in Solingen. Bei der Deutz AG in Köln nehmen 1.250 Kolleginnen und Kollegen an einer zentralen Warnstreikkundgebung teil. In Wuppertal kommen 1.000 Beschäftigte zu einer Warnstreikkundgebung zusammen. Auch in Marienheide, Wipperfürth und Witten gehen Beschäftigte auf die Straßen.

22.01.2018 Ι Warnstreiks im Bezirk Baden-Württemberg

Warnstreikwelle nimmt weiter Fahrt auf

Zwei Tage vor der vierten Verhandlung in Baden-Württemberg steigt der Druck durch Warnstreiks nochmal an. Bis 14 Uhr beteiligen sich rund 5000 Beschäftigte an Kundgebungen und Frühschlussaktionen - davon 3500 bei Porsche in Stuttgart und knapp 1200 bei Magirus-Iveco und weiteren Betrieben in Ulm.

22.01.2018 Ι Verhandlungen im Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt

Verhandlungen in Osnabrück ohne Ergebnis vertagt

Die dritte Verhandlung für die rund 18.500 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie im Tarifgebiet Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim wird ohne Ergebnis vertag. Der erste Bevollmächtigte der IG Metall Osnabrück, Stephan Soldanski: "Die Arbeitgeber haben weder ihr dürftiges Angebot beim Entgelt verbessert, noch zeigen sie bei der Forderung nach einem Entgeltzuschuss bei Arbeitszeitverkürzung wegen Kindererziehung, Pflege oder belastenden Arbeitszeiten überhaupt Gesprächsbereitschaft. So kommen wir nicht weiter! Die IG Metall wird nicht ohne Lösungen für das gesamte Forderungspaket aus der Tarifrunde gehen." Der Verhandlungstermin wurde von einer Kundgebung mit mehr als 2.500 Teilnehmern begleitet. Beschäftigte mehrerer Betriebe zogen in zwei Demonstrationszügen vor das Verhandlungslokal und machten dort lautstark auf ihre Forderungen aufmerksam.

19.01.2018 Ι Warnstreiks bundesweit

IG Metall mobilisiert knapp 600.000 Beschäftigte

Rund 55.000 Beschäftigte aus knapp 200 Betrieben treten heute allein bis 14 Uhr in den Warnstreik. Damit haben sich seit dem Beginn der Warnstreiks vor gut zwei Wochen bundesweit insgesamt rund 592.000 Metallerinnern und Metaller an Arbeitsniederlegungen, Kundgebungen und Frühschlussaktionen beteiligt. Im Laufe des Nachmittags und Abends sind weitere Aktionen geplant.

19.01.2018 Ι Verhandlungen im Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen

Harte Konfrontation - Verhandlung ohne Ergebnis vertagt

Die dritte Tarifverhandlung für die Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg wird ohne Ergebnis vertagt und war von einer harten, konfrontativen Diskussion geprägt. Die Verhandlung wurde begleitet von einer Kundgebung mit mehr als 250 Beschäftigten aus Berlin und Brandenburg. Olivier Höbel, Verhandlungsführer der IG Metall und Bezirksleiter für Berlin, Brandenburg und Sachsen: "Dass sich die Arbeitgeber auch in dieser Verhandlung verweigert haben, ist angesichts der starken Warnstreiks eine herbe Enttäuschung".

19.01.2018 Ι Verhandlungen im Bezirk Mitte

Kaum Bewegung der Arbeitgeber

Auch die Verhandlungen in Erfurt führen zu keinem Ergebnis. Jörg Köhlinger, Verhandlungsführer der IG Metall für Thüringen: "Nach wie vor setzen die Arbeitgeber unserer Forderung nach Rechtsansprüchen auf die zeitweise Verkürzung der Arbeitszeiten ihr Mantra einer Verlängerung der Arbeitszeit entgegen, Entgeltzuschüsse für Arbeitszeitreduzierung im Fall von Kindererziehung und Pflege bleibt für sie ein Tabu. Beim Entgelt haben sie sich auch nicht bewegt. Mit ihrer bisherigen Haltung gießen die Arbeitgeber Öl ins Feuer, sie unterschätzen die Stimmung in den Thüringer Betrieben. Die Zeit für eine Lösung wird jetzt knapp. Ende nächster Woche wird Bilanz gezogen, dann könnte es auch 24-Stunden-Warnstreiks geben. Die Arbeitgeber müssen sich jetzt bewegen."

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Werner Bachmeier
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