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23.01.2018 Ι Warnstreiks in Baden-Württemberg

Roman Zitzelsberger: "Warnstreiks sprechen klare Sprache"

Im Südwesten beteiligen sich bis zum Mittag rund 30.000 Warnstreikende an Kundgebungen und Frühschlussaktionen. Damit haben seit Beginn der Warnstreiks in Baden-Württemberg insgesamt mehr als 210.000 Beschäftigte aus rund 550 Betrieben befristet die Arbeit niedergelegt - so die Bilanz. Für IG Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger sprechen die Warnstreiks "eine klare Sprache". "Die Beschäftigten wollen jetzt angemessen an der hervorragenden wirtschaftlichen Situation beteiligt werden und ihre Arbeitszeit bei Bedarf absenken und an persönliche Belange anpassen können. Wenn die Arbeitgeber morgen am Verhandlungstisch die Chance nicht nutzen, einen großen Schritt nach vorne zu kommen, ist eine weitere Eskalation nicht zu verhindern."

23.01.2018 Ι Warnstreiks in Berlin, Brandenburg und Sachsen

Über 2.000 Metallerinnen und Metaller im Warnstreik

In Berlin, Brandenburg und Sachsen beteiligen sich 2.150 Metallerinnen und Metaller aus sieben Betrieben an den Warnstreiks, allein 2.000 in Sachsen. Olivier Höbel, IG Metall Bezirksleiter: "Die Arbeitgeber müssen ihre Verweigerung aufgeben und jetzt ein ernstzunehmendes Angebot unterbreiten. Alles andere wird zu einer deutlichen Verschärfung der Arbeitskampfmaßnahmen führen."

23.01.2018 Ι Warnstreiks in Bayern

Jürgen Wechsler: "Es brodelt in den Betrieben"

In Bayern ziehen bis zum frühen Nachmittag insgesamt 13.460 Beschäftigte aus 60 Betrieben vor die Werkstore. Allein in Augsburg beteiligen sich 5.000 Warnstreikende aus 24 Betrieben an einer zentralen Kundgebung. Damit haben sich seit Beginn der Warnstreiks in Bayern über 160.000 Metallerinnen und Metaller an Arbeitsniederlegungen beteiligt. Jürgen Wechsler, Bezirksleiter der IG Metall Bayern: "Es brodelt in den Betrieben. Die Begeisterung für unsere Forderungen und der Ärger über die Blockade der Arbeitgeber sind enorm."

23.01.2018 Ι Warnstreiks in Niedersachsen

Mehr als 400 Warnstreikende in Lehrte und Rinteln

In Niedersachsen lassen mehr als 400 Metallerinnen und Metaller die Arbeit ruhen. In Lehrte ziehen Beschäftigte von Miele vor das Werkstor und veranstalten dort eine Kundgebung. In Rinteln beteiligen sich Beschäftigten von Hubert Stüken und Knippschild an den Warnstreiks.

23.01.2018 Ι Warnstreiks Bezirk Mitte

Über 10.000 Metallerinnen und Metaller auf der Straße

Bis zum Mittag demonstrieren über 10.000 Warnstreikende im IG Metall-Bezirk Mitte. Allein in Wörth versammeln sich 3.500 Metallerinnen und Metaller in der Festhalle, wo Jörg Hofmann, Erster Vorsitzende der IG Metall, Hauptredner ist. In Kassel spricht die Zweite Vorsitzende Christiane Benner vor über 3.000 Beschäftigten. "Die Arbeitgeber hatten genug Zeit, die Verhandlungen konstruktiver anzugehen, dieses Zeitfenster schließt sich nun. Je nach Entscheidung des Vorstandes werden wir uns ab sofort sehr konkret auf die Durchführung von 24-Stunden-Warnstreiks in einer ganzen Reihe von Betrieben oder auch auf die Durchführung einer Urabstimmung und einen unbefristeten Streik vorbereiten", sagt Jörg Köhlinger, Bezirksleiter und Verhandlungsführer des Bezirks Mitte, vor rund 1.200 Warnstreikenden in Koblenz.

23.01.2018 Ι Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen

IG Metall NRW knackt 100.000er Warnstreik-Marke

In Nordrhein-Westfalen folgen 26.930 Metallerinnen und Metaller aus 163 Betrieben dem Warnstreikaufruf der IG Metall. Damit haben seit Ende der Friedenspflicht insgesamt 117.648 Beschäftigte aus 815 NRW-Betrieben zeitlich befristet die Arbeit niedergelegt. Knut Giesler, IG Metall Bezirksleiter von NRW und Verhandlungsführer: "Eine so große Beteiligung gab es hier in NRW seit Jahren nicht. Mich freut auch, dass wir in den ersten drei Januarwochen alleine in NRW rund 1.500 Neumitglieder gewonnen haben. Das sind fast dreimal so viele, wie sonst in diesem Zeitraum. Beides zeigt, dass die Menschen in der Metall- und Elektrobranche hinter den Forderungen der IG Metall stehen. Und es zeigt, dass sie auch ein gutes Ergebnis erwarten."

22.01.2018 Ι Warnstreiks bundesweit

Zu Wochenbeginn 20.000 Beschäftigte im Warnstreik

Zu Wochenbeginn setzt die IG Metall die Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie fort. Bis zum Nachmittag beteiligen sich rund 20.000 Beschäftigte aus knapp 120 Betrieben an kurzzeitigen Arbeitsniederlegungen, Kundgebungen und Frühschlussaktionen. Seit Ende der Friedenspflicht haben sich bundesweit bereits 626.000 Beschäftigte an den Warnstreiks beteiligt. Auch im Laufe des Nachmittags und Abends sind weitere Aktionen geplant.

22.01.2018 Ι Warnstreiks im Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen

Arbeitgeber sollen über Arbeitszeit Ost

In Brandenburg beteiligen sich 250 Beschäftigte aus zwei Betrieben an einem Warnstreik; in Sachsen gehen 580 Beschäftigte aus vier Betrieben auf die Straße. Damit haben sich bisher an den zwölf Warnstreiktagen im Bezirk insgesamt 34.150 Beschäftigte aus 169 Betrieben an den Aktionen beteiligt. Heute um 19 Uhr findet noch ein Warnstreik der Beschäftigten des Betriebes GKN Driveline Deutschland in Sachsen statt.

Unterdessen fordern Konzern- und Gesamtbetriebsräte der Automobilindustrie sowie von Siemens und Bombardier: Die Arbeitgeber sollen 2018 über die Angleichung der Arbeitszeit für die ostdeutsche Metall- und Elektroindustrie verhandeln.

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Werner Bachmeier
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