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Tarifrunde Stahl 2010: erste Tarifverhandlung in Gelsenkirchen. Foto: chatarra picks / flickr.com

Tarifrunde Stahl 2010: Erste Verhandlung endet ohne Angebot

Arbeitgeber versuchen, den Aufschwung klein zu reden

06.09.2010 Ι Ohne Angebot der Arbeitgeber endete heute in Gelsenkirchen die erste Tarifverhandlung für die 85 000 Beschäftigten in der Eisen- und Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen. Die IG Metall ist mit der Forderung nach 6 Prozent höheren Einkommen und Equal Pay für Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter in die Verhandlungen gegangen.
"Die Arbeitgeber haben heute den Aufschwung ganz klein geredet, gegen alle klaren Fakten. Unsere Leute kennen die vollen Auftragsbücher, die hohe Auslastung, den Umfang der Mehrarbeit genau. Sie wissen, dass alle Hochöfen wieder voll in Betrieb sind. Der Aufschwung hat Substanz. Von dem Profit dieses Aufschwungs müssen alle profitieren. Nach dem erfolgreichen Krisenpaket gilt es jetzt, ein starkes Aufschwungpaket zu schnüren", sagte Oliver Burkhard, Bezirksleiter und Verhandlungsführer der IG Metall Nordrhein-Westfalen. 

Zur Gleichbehandlung von Leiharbeitern haben die Arbeitgeber in der ersten Runde tarifliche Regelungen für unnötig erklärt. Auch zu den Arbeitsbedingungen für Ältere sehen sie derzeit kaum Handlungsbedarf.

Lohnzuwächse für Stammbelegschaften und für Leiharbeiter
In der Stahl-Tarifrunde fordert die IG Metall für die rund 85 000 Stahlarbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen sechs Prozent mehr Geld - bei einer tarifvertraglichen Laufzeit von zwölf Monaten. Die IG Metall will jedoch nicht nur hohe Lohnzuwächse für die Stammbelegschaften in der Stahlbranche durchsetzen, sondern auch für Leiharbeiter ein Plus erkämpfen. Deshalb strebt sie eine tarifliche Regelung an, nach der Leiharbeitnehmer wie Festangestellte bezahlt werden müssen. Weiterhin will sie für ältere Beschäftigte kürzere Arbeitszeiten erreichen. 

Am 27. August hatte die Tarifkommission in Sprockhövel das Forderungspaket beschlossen. Der bisher gültige Tarifvertrag für die Löhne und Gehälter der Beschäftigten in der Nordwestdeutschen Stahlindustrie endete am 31. August 2010. Somit besteht keine Friedenspflicht mehr. Die zweite Verhandlung findet am Freitag, den 17. September 2010, in Gelsenkirchen statt.

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Links und Zusatzinformationen
Filme über die Stahl-Tarifrunde 2010

Die IG Metall NRW hat einen eigenen YouTube-Kanal zur Stahl-Tarifrunde eingerichtet.

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