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Wissensarbeit; Foto: Fotolia

Tagung "Global Engineering" in Essen

Ingenieursarbeit global: Stress oder Chance?

20.09.2011 Ι Wissensarbeit hat sich radikal verändert. Sie wird ohne Rücksicht auf Zeitzonen rund um die Uhr rund um den Globus abgefordert. Die Folgen dieses Trends stehen im Zentrum der aktuellen Tagung "Global Engineering" der Hans-Böckler-Stiftung, die in Kooperation mit der IG Metall am 20. und 21. September in Essen stattfindet.

Globalisierung hat zu Prozessen der Standardisierung und Verdichtung hochqualifizierter Arbeit bei den Ingenieuren geführt. Sie arbeiten über Kontinente verteilt an gemeinsamen Projekten, kommunizieren über Videokonferenz oder Skype miteinander. Oft ist die Verständigung zwischen verschiedenen Kulturkreisen und Sprachen mühsam. Zuständigkeiten und Hierarchien bleiben bei diesem indirekten Kontakt via Internet oft unklar. Innerhalb der Unternehmen kommen Arbeitsbedingungen und Arbeitsplätze immer mehr unter Druck.

Vom Out- zum Crowdsourcing
Die Ingenieursarbeit im "global office" hat sich stark verändert. Sie hat viele Gesichter und bewegt sich zwischen neuen kreativen Arbeitsformen und Stress durch Zeit- und Konkurrenzdruck. Nach dem Outsorcing und dem Verlagern qualifizierter IT-Dienstleistungen nach Indien und China heißt der neue Trend Crowdsourcing. Kleine Arbeitspakete werden über das Internet ausgelagert, die jeder erledigen kann, aber nur "der Beste" bezahlt bekommt.

Diese Entwicklung einer "Schwarmintelligenz" stellt Beschäftigte und Betriebsräte vor große Herausforderungen: Was tun zum Beispiel gegen Leistungsverdichtung und ausufernde Arbeitszeiten durch zeitzonenübergreifende Projektarbeit? Welche Handlungsfelder entstehen dadurch für Interessensvertretungen und IG Metall? Wie können Beschäftigte und Betriebsrat trotz räumlicher Distanz in Kontakt bleiben?

Unterbietungswettlauf verhindern
Wie können Interessenvertretungen einen Unterbietungswettlauf zwischen den global verteilten Entwicklungsstandorten verhindern? Wie bekommen Beschäftigte Unterstützung, die im Außendienst oder im Ausland eingesetzt sind? Wie können Beschäftigte in IT und Engineering ihre Interessen international am besten vertreten? Wie können Betriebsräte und Gewerkschaften weltweit zusammen arbeiten?

Im Zentrum der 3. Engineering- und IT-Tagung der Hans-Böckler-Stiftung in Kooperation mit der IG Metall steht der Erfahrungsaustausch über die betrieblichen Folgen zunehmend globalisierter Arbeitsbeziehungen. Es werden Handlungsspielräume und erfolgreiche Gestaltungsansätze, aber auch die Herausforderungen für Beschäftigte und Interessenvertretungen aus Engineering und IT ausgelotet. An der Tagung nehmen Betriebsratsmitglieder, Vertrauensleute und Beschäftigte aus Engineering- und IT-Bereichen sowie Studierende von technischen und naturwissenschaftlichen Fächern teil.

Hier ein Animationsfilm zur Geschichte des Engineering

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Die Broschüre "IT 50 Plus" stellt Konzepte vor, wie IT-Arbeitsplätze gesichert und gefördert werden können.
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