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Energiewende gestalten: Im Betrieb und mit Regierung und Industrie

Innovation und Transformation

08.12.2011 Ι Die Energiewende ist ein Mega-Projekt. Darin sind sich alle einig. Wie das Mega-Projekt vorangetrieben werden soll, macht jetzt die IG Metall deutlich: Im Betrieb und gemeinsam mit Regierung und Industrie. Denn Deutschland braucht hier nicht nur Innovation, sondern auch Transformation.

Die IG Metall fordert im Zusammenhang mit der Energie wende zwei Sachen: Eine Nationale Plattform Energiewende - analog zur Nationalen Plattform Elektromobilität - und ein integriertes Gesamtkonzept. Mit der Nationalen Plattform aus Verbänden, Regierung und Industrie soll eben dieses Konzept entwickelt werden. Integriert meint in dieser Hinsicht, dass sowohl die neuen Energiebranchen, als auch die bisherigen industriellen Sektoren berücksichtigt werden. In den neuen Branchen müssen Voraussetzungen für Innovationen geschaffen werden, in den bestehenden industriellen Branchen dagegen muss die Transformation hin zu energieschonenderen Verfahren erreicht werden. Beides braucht Investitionen und Mitbestimmung, machte Detlef Wetzel, Zweiter Vorsitzender der IG Metall, auf der Energiewende Tagung in Berlin vergangene Woche und gegenüber den VDI-Nachrichten klar (Bericht erscheint morgen, 9. Dezember 2011).

Transformation
"Wer die Energiewende will, darf den industriellen Sektor nicht außen vor lassen oder ihn als Verursacher von Klima- und Ressourcenproblemen in die Ecke stellen", erklärte Wetzel gegenüber den VDI-Nachrichten. Er bewertet die Chancen, die Produktion in den energieintensiven Branchen der IG Metall umweltfreundlicher zu gestalten, als gut. Die Energieeffizienz sei beispielsweise eine Schlüsseltechnologie, deren Potentiale bisher noch viel zu wenig genutzt würden, so Wetzel auf der Energiewendetagung mit Betriebsräten der IG Metall.
Für eine Transformation der bestehenden Industrie sieht die IG Metall verschiedene Möglichkeiten:

  • neue hocheffiziente Kohle- und Gaskraftwerke
  • Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung
  • Optimierung bestehender Kraftwerke und Anlagen
  • neue, kohlenstoffarme Energietechnologien
  • effizienteren Einsatz von Energie bei der Gebäudetechnik, beim Energieverbrauch von Produkten und in den Produktionsprozessen.


Innovation

Während die bestehenden Industrien umweltfreundlicher gestaltet werden, müssen gleichzeitig neue Sektoren entstehen. Das betrifft die Energieerzeugung, aber auch Fragen der Mobilität oder das Konzept einer Produktion ohne Abfall (Cradle-to-Cradle). Wetzel sieht hier vor allem die Mitbestimmung als Chance: "Innovationen werden von Menschen gemacht. Nur qualifizierte und motivierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schaffen die Voraussetzungen sowohl für die Entwicklung als auch für die Umsetzung neuer Ideen, Technologie- und Produktionskonzepte." Deshalb will die IG Metall das Thema Energiewende zum einen über die Aufsichtsräte als Themenschwerpunkt auf Strategieebene in den Unternehmen etablieren und andererseits für Beschäftigte konkrete Projekte schaffen, innerhalb derer an Innovationen gearbeitet werden kann.

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