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Stahl-Tarifrunde Ost: Zweite Verhandlung und kein Ergebnis. Foto: Thomas Range

Stahl-Tarifrunde Ost: Zweite Verhandlung und kein Ergebnis

Jetzt auch im Osten Warnstreiks nötig

18.11.2011 Ι Nerven aus Stahl - die braucht die IG Metall: Denn auch in der zweiten Tarifverhandlung für die 8000 ostdeutschen Stahlarbeitnehmer in Berlin verweigerten die Arbeitgeber ein Angebot. Ihre Sturheit hat nun Warnstreiks zur Folge. Dazu wird es am kommenden Montag kommen - so das Votum der IG Metall-Tarifkommission.

Vor Beginn der zweiten Verhandlung demonstrierten Arbeitnehmerdelegationen aus ostdeutschen Stahlbetrieben eindrucksvoll für ihre Forderungen. Mit "Übernahme - unbefristet!" begrüßten rund 250 Stahlarbeiter gestern die Arbeitgeber in Berlin. "Wir wollen eine verlässliche Perspektive für alle", betonten mehrere Redner. Die unbefristete Übernahme nach erfolgreicher Ausbildung gehöre ebenso dazu wie die Möglichkeit für Ältere, zu vernünftigen Bedingungen früher aus einem kräftezehrenden Arbeitsleben auszuscheiden.

Kein ernstzunehmendes Angebot

Bereits in der ersten Verhandlung am 3. November ließen die Arbeitgeber ein Angebot missen. Auch in der zweiten Runde verweigerten sie ein ernstzunehmendes Angebot. Die IG Metall fordert neben sieben Prozent mehr Geld die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten sowie einen verbesserten tariflichen Anspruch auf Altersteilzeit. "Die Arbeitgeber hatten zu keiner unserer Forderungen ein Angebot", sagte Olivier Höbel, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen. Das werde die IG Metall nicht hinnehmen. "Weder beim Einkommen, noch zu einem besseren Ausstieg älterer Beschäftigter sowie zur unbefristeten Übernahme von Ausgebildeten haben sich die Arbeitgeber ernsthaft bewegt."

Ab Montag Warnstreiks im Osten

Inzwischen hatten mehrere tausend Stahlarbeitnehmer in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen die Arbeit niedergelegt und den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. Da sie im Osten ebenfalls auf stur schalten, sind jetzt auch hier Warnstreiks angesagt. Den Auftakt machen am kommenden Montagmorgen, den 21. November, die Beschäftigten von ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt, von Schmiedewerk und Stahlguss Gröditz, von Mannesmann Ring Sachsen und von Ilsenburger Grobblech GmbH.

Olivier Höbel: "Die hohe Beteiligung an der ersten Warnstreikwelle zeigt, dass die Metallerinnen und Metaller bereit sind, für ihre Forderungen zu kämpfen."

Die wirtschaftliche Entwicklung sowie alle realwirtschaftlichen Fakten zeigen auch für 2012 ein weiteres Wachstum. Selbst der Verband der Stahl-Arbeitgeber meldet unverändert solide Aussichten für den deutschen Stahlmarkt.

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