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Stahl-Tarifrunde Ost: Erste Verhandlung endet ergebnislos

Stahl-Tarifrunde Ost: Erste Verhandlung endet ergebnislos

Stahlarbeitgeber blieben stur

04.11.2011 Ι Für die IG Metall war es keine Überraschung: "Weder beim Einkommen, noch zu den Übernahmeperspektiven der Ausgebildeten haben sich die Arbeitgeber bewegt", erklärte IG Metall-Bezirksleiter Olivier Höbel am 3. November in Berlin. Die erste Tarifverhandlung für die rund 8000 ostdeutschen Stahlkocher endete somit ergebnislos.

Die Arbeitgeber machten es sich in der ersten Verhandlungsrunde am 3. November in Berlin einfach. Sie lehnten alle Forderungen der IG Metall ab, blieben selbst ein Angebot schuldig und wollten sich auf keine Diskussion einlassen. Stattdessen malten sie Krisenszenarien an die Wand. Auch zum verbesserten Ausstieg von Älteren haben sie nichts auf den Tisch gelegt.

Gutes Plus und unbefristete Übernahme

Die IG Metall fordert sieben Prozent mehr Geld ab dem 1. November für zwölf Monate. Auszubildende sollen künftig unbefristet übernommen werden, Ältere einen verbesserten tariflichen Anspruch auf Altersteilzeit erhalten. Die Tarifverträge zur Altersteilzeit, Beschäftigungssicherung und Demografie will die IG Metall in einem Tarifvertrag zusammenfassen.

Angesichts der guten wirtschaftlichen Entwicklung in der Stahlbranche sieht die IG Metall deutlichen Spielraum für Entgelterhöhungen. Auch der Verband der Stahlarbeitgeber meldet Wachstumsperspektiven. Die Produktivitätsentwicklung liegt für 2011 bei acht Prozent. Gesamtwirtschaftlich wird ein Produktivitätszuwachs bis zu 1,5 Prozent erwartet. Hinzu kommt eine voraussichtliche Preissteigerung von 2,5 Prozent. Für 2012 sind ähnliche Entwicklungen absehbar.

Olivier Höbel: "Gerade in Ostdeutschland entscheidet sich die Zukunfsfähigkeit vieler Unternehmen an beruflichen Entwicklungen und einem verlässlichen Rahmen für Jung und Alt. Es ist unverständlich, dass die Arbeitgeber trotz Wachstum die Interessen der Beschäftigten nach Sicherheit und Perspektive ignorieren." Ein zweiter Verhandlungstermin für die ostdeutschen Stahlarbeiter steht noch nicht fest.

Warnstreiks im Nordwesten möglich

Unterdessen schließt die IG Metall Warnstreiks in der parallel laufenden Tarifrunde für die nordwestdeutschen Stahlbeschäftigten nicht mehr aus. Für sie verhandeln IG Metall und Arbeitgeber am kommenden Montag, den 7. November, in der zweiten Runde in Gelsenkirchen. Auch hier haben die Arbeitgeber bislang noch kein Angebot vorgelegt. Sollten sie sich nicht bewegen, seien erste Aktionen ab der kommenden Woche möglich, sagte Oliver Burkhard, IG Metall-Bezirksleiter für Nordrhein-Westfalen, gestern in Düsseldorf.

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