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© Thomas Range

Stahl-Tarifrunde: Mit Warnstreiks in die dritte Verhandlung

Entweder Abschluss oder weiter Druck aus den Betrieben

15.03.2017 Ι Sieben Tage Warnstreiks und kein bisschen müde: Die Stahl-Beschäftigten heizen den Arbeitgebern weiter ein. Mit einer Zwischenbilanz von mehr als 11 000 Warnstreikenden startet die IG Metall morgen in Düsseldorf in die dritte Runde. Dort entscheidet sich, ob es ein Ergebnis gibt oder weiteren Druck aus den Betrieben.

Die IG Metall geht mit einer starken Rückendeckung in die dritte Verhandlungsrunde für die Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlbetriebe. Über 11 000 Warnstreikende haben bisher gezeigt: Die Stahlwerker sind bereit, für ihr Ziel zu kämpfen und das bedeutet ein ordentliches Ergebnis mit einem Einkommensplus, das nicht nur die Reallöhne sichert. Zudem erwarten sie von den Arbeitgebern, dass sie die Tarifverträge zur Altersteilzeit sowie zu fairen Werkverträgen fortführen.

Nachdem die Stahl-Arbeitgeber in der zweiten Verhandlung mit einem mickrigen 1,3 Prozent-Angebot Warnstreiks provoziert hatten, erwartet die IG Metall von ihnen, dass sie jetzt wieder zu konstruktiver Tarifpolitik zurückkehren und in Düsseldorf etwas Besseres präsentieren.
 


Arbeitgeber am Zug

Zu Beginn der Woche legten die Beschäftigten noch mal nach und erhöhten den Druck in den Stahlwerken. Den Anfang machten etwa 500 Arbeitnehmer der Deutschen Edelstahlwerke in Siegen, die ihre Arbeit für circa zwei Stunden ruhen ließen. Auch heute waren wieder Stahlwerker auf den Beinen. In Bochum, Dortmund, Mülheim, Krefeld und Georgsmarienhütte folgten rund 2900 Beschäftigte dem Warnstreikaufruf der IG Metall. Mit dabei waren unter anderem Warnstreikende von Thyssenkrupp Steel Europe, Doncasters Precision Castings sowie vom Bochumer Verein Verkehrstechnik.

"Wir erwarten für die dritte Verhandlung am Donnerstag ein deutlich verbessertes Angebot. Wenn das nicht kommt, können wir mit den Streiks nochmal deutlich nachlegen", sagte IG Metall-Verhandlungsführer Knut Giesler vor rund 1000 Warnstreikenden in Bochum, wo die größte Kundgebung stattfand.

Auch im Osten beteiligten sich Stahlkocher an den Warnstreiks. Bei Salzgitter Mannesmann Rohr Sachsen in Zeithahn gingen etwa 120 Warnstreikende auf die Straße und demonstrierten für die Forderung der IG Metall.

Die dritte Tarifverhandlung für die rund 72 000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie startet die IG Metall ebenfalls mit Warnstreiks und Kundgebungen. Aufgerufen sind die Belegschaften bei ArcelorMittal in Bremen, HKM in Duisburg sowie bei Thyssenkrupp Electrical Steel in Gelsenkirchen. In Ostdeutschland, wo in der nächsten Woche weiterverhandelt wird, sind Beschäftigte unter anderem bei ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt aufgerufen.

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