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Sozialwahl 2017

Das fordert die IG Metall in der Gesundheitspolitik

10.08.2017 Ι Bessere Pflege, Bürgerversicherung, Kostenbremse bei Arzneimitteln: In den Selbstverwaltungsgremien der Krankenkassen kämpfen Metallerinnen und Metaller für das Wohl der Versicherten. Was wollen sie konkret erreichen? Ein Überblick.

Finanzierung:
 

Fifty fifty - Gesundheitskosten gerecht verteilen!
Die Kassenbeiträge müssen wieder paritätisch von Arbeitgebern und Arbeitnehmern finanziert werden. Sie müssen so bemessen sein, dass die Kassen mit den zugewiesenen Mitteln auskommen können.

Beitragsbemessungsgrenze anheben
Der Beitrag wird nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze von derzeit 4350 € erhoben. Somit tragen höhere Arbeitseinkommen prozentual weniger bei als niedrige. Die IG Metall will diese Grenze auf das Niveau der Rentenversicherung (6350 € West) anheben.

Solidarische Bürgerversicherung
Die Zweiteilung in gesetzliche und private Kranken- und Pflegeversicherung muss beendet werden. Künftig sollen alle in ein gesetzliches System einbezogen werden. Zunächst sollen Beamte in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) Anspruch auf einen Arbeitgeberanteil erhalten.
 


Gesundheit und Pflege:
 

Was nachweislich nützt, soll bei den Patienten ankommen
Die IG Metall befürwortet den Grundsatz evidenzbasierter Medizin. Arzneimittel und Behandlungsmethoden, deren therapeutischer Nutzen durch wissenschaftliche Studien nachgewiesen ist, sollen GKV-Leistung sein. Zu- und aufzahlungsfrei.

Kostenbremse bei Arzneimitteln erneuern
Die Pharmaindustrie bedient sich kräftig am Gesundheitsmarkt, zu Lasten der Beitragszahler. Das AMNOG (Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz), das eine Nutzenbewertung neuer Arzneimittel eingeführt hat, ermöglicht immer noch "Mondpreise" im ersten Jahr des Marktzugangs. Das AMNOG bedarf einer Nachregulierung.

Qualität zählt - Krankenhauslandschaft neu ordnen
Aktuell zählen weder die Qualität der Behandlung noch der medizinische Bedarf einer Region, sondern jedes Krankenhaus versucht, möglichst hohe Einnahmen zu erzielen. Statt "Wer kann, der darf" muss gelten: Was wird vor Ort gebraucht? Wie erzielen wir höchstmögliche Qualität?

Mehr Patientenzentrierung in der Medizin
Die viel beschworene sprechende und verständige Medizin ist selten anzutreffen, aber das A und O für eine gute Behandlung. Erforderlich ist eine neue Behandlungskultur, die auf Zuhören, Gesamtsituation erfassen, Aufklärung und beidseitigem Respekt beruht. Auch die Kassen können ihren Beitrag dazu leisten, z. B. durch verständliche Aufklärung.

Pflegevollversicherung statt Teilkasko
Auch im neuen Pflegesystem sind die Leistungen nicht bedarfsdeckend und die hohen Eigenanteile aus Renten kaum finanzierbar. Die IG Metall fordert eine "Bürgerversicherung Pflege" mit Leistungen, die den pflegerischen Bedarf abdecken.

 

Selbstverwaltung:
 

Mehr Versichertennähe schaffen
Der Trend zu größeren Kassen geht mit einem Verlust von Versichertennähe einher. Die IG Metall befürwortet versichertennahe Strukturen wie Vertrauenspersonen oder Regionalbeiräte: Kurze Wege und Ansprechpartner vor Ort!

Versorgungsorientierung ausbauen
Näher an den Versicherten und ihren Problemen bedeutet auch: Näher am Versorgungsgeschehen. Die IG Metall- Selbstverwalterinnen und Selbstverwalter verständigen sich auf Schwerpunktthemen und setzen sich gezielt für eine bessere Versorgung ein. Beispiel: Krankengeldfallmanagement der Kassen.

Das Ehrenamt ermöglichen und befähigen
Wer ehrenamtlich in der Selbstverwaltung aktiv ist, braucht gesicherte Freistellungsrechte und Qualifizierungsansprüche.

Themen

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Links und Zusatzinformationen
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Ansprechpartner vor Ort

Fragen zur Sozialwahl 2017? Die Sozialwahlbeauftragten der IG Metall stehen mit Rat zur Seite. Wer für Sie zuständig ist, erfahren Sie hier:

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