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Sitech: Übernahme nach der Ausbildung

Tarifvertrag für Azubis hat Signalwirkung

04.10.2011 Ι Die IG Metall hat erstmals einen Tarifvertrag für Auszubildende bei der Sitech Sitztechnik GmbH erzielt, der die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung vorsieht. Davon profitieren rund 30 Auszubildende der Volkswagen-Tochter, die Autositze herstellt.

Thilo Reusch, der IG Metall-Verhandlungsführer war nach einem elfstündigen Gesprächsmarathon sehr zufrieden mit dem Tarifergebnis. "Von dem Ausbildungstarifvertrag profitieren beide Seiten: Die Auszubildenden haben gute und tariflich abgesicherte Ausbildungsbedingungen und der Sitzehersteller braucht den drohenden Fachkräftemangel auch in der Zukunft nicht zu fürchten."

Verbindliche Regelung

Thorsten Klemm, der Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Sitech, betonte: "Der Ausbildungstarifvertrag beendet endlich die monatelange Hängepartie für die Auszubildenden. Ausbildungsbedingungen und Übernahme nach der Ausbildung sind ab sofort verbindlich geregelt."

Der Ausbildungstarifvertrag gilt ab 1. September 2011 und beinhaltet die grundsätzliche Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Die Ausbildungszeit beträgt 35 Stunden pro Woche, die Ausbildungsvergütung steigt schrittweise von 783 Euro im ersten Ausbildungsjahr auf 939 Euro im vierten Ausbildungsjahr an. Zusätzlich gibt es einen Lernmittelzuschuss von 150 Euro. Darüber hinaus erhalten die Auszubildenden eine Einmalzahlung in Höhe von zweimal 50 Prozent ihrer Ausbildungsvergütung.

20 weitere Ausbildungsplätze

Zurzeit absolvieren 10 Auszubildende bei Sitech eine dreieinhalbjährige duale Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik oder eine Ausbildung zum Fertigungsmechaniker, Lagerlogistiker, Mechatroniker sowie Sattler. Der Tarifvertrag sieht die Schaffung von mindestens weiteren 20 Ausbildungsplätzen vor.    

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