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Siemens Process Industries and Drives: Protest gegen Abbaupläne. Foto: Peter Wolf

Siemens Process Industries and Drives: Protest gegen Abbaupläne

Siemensianer in Alarmbereitschaft

11.03.2016 Ι Siemens plant Personal im großen Stil abzubauen. Die Pläne haben IG Metall und Beschäftigte in Alarmbereitschaft versetzt: 2000 Arbeitsplätze im Bereich Process Industries and Drives könnten an deutschen Standorten verschwinden. Besonders hart betroffen wäre unter anderem Nürnberg, wo sich heute Siemensianer ihrem Ärger Luft machten.

Birgit Steinborn, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates, kritisiert die Pläne des Siemensvorstandes als Rückzugsstrategie "Raus aus Deutschland", die den Produktionsstandort Deutschland in Gefahr bringen.

Die Rede ist von Personalabbauplänen in vierstelliger Höhe im Bereich Process Industries and Drives (PD). Mit über 1800 Stellen könnte es besonders hart die bayerischen Standorte treffen wie Ruhstorf, Bad Neustadt und Nürnberg mit jeweils mehreren hundert Arbeitsplätzen.

Seit gestern hagelt es Proteste: Am Vormittag gingen in Bad Neustadt rund 1500 Mitarbeiter gegen den geplanten Stellenabbau auf die Straße. In Nürnberg, wo Siemens 750 Arbeitsplätze streichen will, demonstrierten heute Morgen 700 Siemensianer. Rudolf Lutz, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall in Nürnberg, kritisierte dort die Pläne von Siemens als "Anschlag auf die industrielle Struktur und die Zukunftsfähigkeit dieses Standortes".

Protestaktion In Nürnberg: Siemensianer sehen ihre Zukunft gefärdet. Foto: Peter Wolf

 

Protest in Nürnberg: Siemensianer fürchten um ihre Zukunft. Foto: Peter Wolf, IG Metall Nürnberg


Auch IG Metall-Bezirksleiter Jürgen Wechsler in Bayern wertet die Pläne von Siemens bei genauem Hinsehen "als massive De-Industrialisierung des Standorts Deutschland beziehungsweise Bayern". Anstatt erneut reflexartig und ideenlos mit Stellenstreichungen auf Struktur- und Marktprobleme zu reagieren, fordert die IG Metall Bayern den Technologiekonzern zu einer konstruktiven Lösung auf, um zukunftsfähige Industriestandorte und Arbeitsplätze in Bayern zu erhalten. Ein solches Vorgehen hat sich bereits schon in der Vergangenheit immer wieder als kontraproduktiv und nicht nachhaltig erwiesen.

Gegen den geplanten Stellenabbau hat die IG Metall weiteren Widerstand mit Protestaktionen auf den Plan gerufen. In Ruhstorf bei Passau, wo 700 Stellen wegfallen sollen, werden am kommenden Montag die Beschäftigten ebenfalls für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze auf die Straße gehen.

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