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Rohstoffblase treibt Inflation. Foto: IG Metall

Rohstoffblase treibt Inflation

Die Inflation steigt - Grund zur Panik?

27.01.2011 Ι In den Medien mehren sich die Hinweise und Berichte: Das Gespenst der Inflation beunruhigt Beschäftigte und Verbraucher. Auch die Wirtschaftsexperten der IG Metall verfolgen die Entwicklung. "Die Preise ziehen an, das ist offensichtlich", sagt Wilfried Kurtzke vom Vorstand der IG Metall, warnt jedoch vor übertriebener Hysterie.

Weltweit steigt die Inflation. In einigen Schwellenländern hat sie bereits zweistellige Werte erreicht. In Deutschland betrug sie zuletzt im Dezember 1,7 Prozent. "Die Inflation ist vor allem vom Anstieg der Rohstoffpreise getrieben, weil die bessere Konjunkturlage die Nachfrage erhöht hat und Spekulanten immer stärker in Rohstoffwerte investieren", sagt Kurtzke. Deshalb kennt etwa der Preis für Öl derzeit nur eine Richtung, nach oben.

Lebenshaltung wird teurer
Von besonderem Interesse für die IG Metall sind die steigenden Preise für Metalle, Eisenerz und Energie. Denn die verteuern die Produkte in Branchen wie Automobil- und Stahlindustrie. Auch die privaten Haushalte mit geringem Einkommen leiden unter den gestiegen Lebensmittelspreisen. Diese sind im Dezember um 3,6 Prozent nach oben geklettert.

Noch ist ungewiss, wie ausgeprägt der Preisauftrieb ausfallen wird. Voraussagen von vier Prozent und mehr hält Kurtzke jedoch für übertrieben. Kurtzke hält eine Inflationsrate von unter zwei Prozent im laufenden Jahr für realistisch. 2010 hatte die Inflation 1,1 Prozent betragen.

Wann platzt die Blase?
"Das Problem ist, dass gigantische Geldmengen auf den weltweiten Märkten nach Anlagemöglichkeiten suchen. Daher die Spekulationsblase bei Rohstoffen, wie wir sie gegenwärtig beobachten", sagt Kurtzke. "Diese Blase wird irgendwann einmal auch wieder platzen. Nur wann, ist die große Frage."

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