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Respekt-Schild im Frankfurter Römer an Oberbürgermeister Peter Feldmann übergeben

Eine Frage von Toleranz und Umgangsweisen auf Augenhöhe

30.10.2013 Ι Der Römer ist seit dem 15. Jahrhundert das Rathaus und Wahrzeichen von Frankfurt am Main und seit dem 24. Oktober 2013 auch Schauplatz der "Respekt!" Schildübergabe durch Bertin Eichler und Lothar Rudolf. Oberbürgermeister Peter Feldmann nahm unser Schild entgegen und gab uns als neuer "Respekt!" Botschafter Gelegenheit für ein Interview.

Peter Feldmann hat sein Dienstzimmer in den Obergeschossen des Goldenen Schwans im Römer, wo die Frankfurter Stadtobersten schon seit 1405 gesessen haben. In den Räumlichkeiten versuchten die Architekten Werte wie Transparenz und Bescheidenheit in den Vordergrund zu stellen. Am 24. Oktober war der Wert Respekt Gegenstand des Gesprächs.

Auf die Frage, was Respekt für Peter Feldmann bedeutet, antwortet er überraschend schlicht: "Es geht um Augenhöhe." Später erklärt er genauer, dass er Toleranz und Umgangsweisen auf Augenhöhe mit Respekt gleichsetzt. Dies gehöre zur Bildungsbasis, die man im Elternhaus erlernt und durch staatliche Bildungsinstanzen wie Kitas und Schulen ergänzt wird. Bildung ist hilfreich im Leben um "Gewalt zu vermeiden und eher eine dialogische Situation herbeiführen zu können, die Kompromisse ermöglicht", sagte Feldmann.

Peter Feldmann sieht den Themenkomplex "Migration, Internationalität und Integration" als ein durchgängiges Motiv seiner Arbeit. Konkrete Aufgaben sind beispielsweise, "Kinderarmut zu beseitigen, Bildung zu erkämpfen oder Respekt vor dem Alter zu bewahren." Gerade Migrantenkinder wissen bereits laut Feldmann was Wohnungsnot bedeutet. In Frankfurt sei außerdem jedes vierte bis fünfte Kind mit ausländischen Wurzeln von Armut betroffen. Sie werden in der Gesellschaft auch häufig damit konfrontiert, dass ihre Familie, also Eltern und Großeltern, nicht mit Respekt behandelt werden. Peter Feldmann machte bezüglich dieser Themen deutlich, dass er im Rahmen seines Amtes den Finger auf die Wunde legen muss, Aufklärungsarbeit voranbringen will und Druck machen wird, damit auch etwas passiert.

Dass er auch auf Widerstände stoßen wird, weiß er. Doch Peter Feldmann wird "nicht eher ruhen bis sich die gesellschaftlichen Verhältnisse an diesem Punkt ändern". Wenn es um Respekt geht, ist dem Oberbürgermeister Peter Feldmann die Rückendeckung der Initiative gewiss.

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Susanne Jasper
IG Metall Vorstand     
Gewerkschaftliche Bildungsarbeit
Tel.: 069 / 6693-2407

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