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Tarifverhandlungen bei REpower/PowerBlades

Der Wind bei den REpower-Tarifverhandlungen wird rauer

27.08.2012 Ι Beim Windkraftanlagen-Bauer REpower/PowerBlades wird es ernst. Nachdem die Beschäftigten Tarifverhandlungen durchgesetzt und ihre Forderungen, vor allem nach gerechten Löhnen vorgebracht hatten, hat nun der Arbeitgeber seine Vorstellungen auf den Tisch gelegt: Tarifvertrag okay - aber bitte "kostenneutral". Die Verhandlungen werden härter.

Seit Mitte Juli wird nun beim Windkraftanlagen-Hersteller REpower/PowerBlades über einen Tarifvertrag verhandelt. Dafür haben die Beschäftigten mit Hilfe der IG Metall monatelang Druck gemacht. Ihre Ziele: Transparente, gerechte Löhne ohne Nasenprämien. Faire Regelung von Rufbereitschaft und Notdienst. Die faire Regelungen der Leiharbeit. Und die unbefristete Übernahme der Azubis.
In der zweiten Runde der Tarifverhandlungen hat nun die Arbeitgeberseite ihre Forderungen vorgelegt: Sie will eine "kostenneutrale Einführung" und eine größtmögliche Flexibilisierung der Arbeitszeit. Zudem wollte die Geschäftsführung diskutieren, ob nicht der Rotorblatt-Bereich PowerBlades sowie die Rufbereitschaft im Service-Bereich aus den Tarifverhandlungen ausgenommen werden sollen.

 

"Null-Tarif und Spaltung - nicht mit uns"

Die von den IG Metall-Mitgliedern gewählte Verhandlungskommission hat die Arbeitgeberforderungen zurückgewiesen. Ein "Null-Tarif" oder eine Spaltung seien mit ihr nicht zu machen. Die Verhandlungskommission wird nun mit den IG Metall Vertrauensleuten und -Mitgliedern an allen Standorten beraten, wie sie nun gemeinsam reagieren wollen.

"Die Meinungsverschiedenheiten sind nicht zu übersehen. Eventuell werden wir Muskeln zeigen müssen", macht Verhandlungskommissions-Mitglied Björn Volkmann von REpower Service klar.

Immerhin: Trotz des härter, raueren Windes verlaufen die Verhandlungen sachlich. Es gehe nun darum, "gemeinsam einen zielführenden Weg zu finden", machtt Andreas Schleger, Betriebsratsvorsitzender von PowerBlades in Bremerhaven klar.

 


 

Beschäftigte an allen Standorten stehen hinter ihren Forderungen

Unterdessen haben die Beschäftigten an allen Standorten des REpower-Konzerns mit Aktionen parallel zur Verhandlung gezeigt, dass sie hinter den ihren Forderungen stehen: Ein gemeinsamer sogenannter Anerkennungs-Tarifvertrag der sich an den IG Metall-Flächentarif anlehnt - für alle Standorte: in Bremerhaven, Büdelsdorf, Eberswalde, Hamburg, Husum, Osterrönfeld, Trampe sowie viele Service-Standorte bundesweit. Sie haben die Nase voll von willkürlichen Löhnen und Arbeitsbedingungen. Vor über einem Jahr haben sie mit Hilfe der IG Metall begonnen, sich zu organisieren, haben Vertrauensleute und eine gemeinsame Tarifkommission gewählt. Im Juli schließlich hat die Konzernführung eingelenkt und Tarifverhandlungen aufgenommen. Die nächsten Verhandlungen sind für Anfang September angesetzt.

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