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Rente mit 67 und neuer Generationenvertrag

Rente mit 67 und neuer Generationenvertrag

Nicht nur ein Seniorenthema

Sicherheit im Alter ist nicht ausschließlich ein Seniorenthema. Auch wer jung ist, macht sich Gedanken über die Zeit nach dem eigenen Erwerbsleben. Das belegte auch die IG Metall-Befragung 2009. 83,3 Prozent aller Befragten wünschen sich, dass sie mit ihrer Rente im Alter gut auskommen.

Wer meint, Rente mit 67 und Neuer Generationenvertrag würde nur die Älteren unter uns betreffen, irrt.

Die Jüngeren leiden unter den aktuellen Fehlentwicklungen noch stärker als die Älteren

  • Die Nullrunden der letzten Jahre wirken sich zwar schon auf die heutigen Rentnerinnen und Rentner negativ aus, aber: Der große "Brocken" kommt erst noch. Die drastische Senkung des Renteniveaus wird insbesondere ein Problem für die Menschen in jungem und mittlerem Alter. Für viele aus diesen Altersgruppen ist Altersarmut vorprogrammiert. Rente mit 67 verschärft dieses Problem. Denn das heißt im Regelfall für diejenigen, die im Jahr 2029 oder später mit 65 Lebensjahren in Rente gehen: Zusätzlich 7,2 Prozent Abschlag! Ein Beispiel: Nach vierzig Versicherungsjahren mit durchschnittlichem Verdienst beträgt der Rentenzahlbetrag in Westdeutschland etwa 980 Euro. Im Jahr 2030 beläuft sich der Betrag (nach heutigen Werten) nur noch auf etwa 720 Euro. Wenn wir nicht gegensteuern.

  • Rente mit 67 erschwert nicht nur den vorzeitigen Austieg, sie versperrt damit auch den Arbeitsmarkt für die jüngere Generation. Nach Untersuchungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung müssen bis zu drei Millionen zusätzliche Stellen geschaffen werden, um die negativen Beschäftigungseffekte der Rente mit 67 auszugleichen. Von diesen Effekten ist auch und zuallerst die jüngere Generation betroffen. Wenn wir die Anhebung der Rentenaltersgrenze nicht verhindern.

  • Die schleichende Privatisierung der Alterssicherung hat die Krise auf den internationalen Kapitalmärkten gefördert. Es wird versucht, die Krisenfolgen auf die heutigen und künftigen Arbeitnehmreinnen und Arbeitnehmer abzuwälzen. Die kommenden Generationen werden die Subventionen für "systemrelevante Banken" mitfinanzieren müssen. Wenn wir keinen Politkwechsel einleiten.


Eine kluge Alterssicherungspolitik kann die Krisenfolgen durch eine Beschäftigungsbrücke abmildern und indem die Massenkaufkraft durch ordentliche Renten gestärkt wird.

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