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© Panthermedia / Solovyova_Lyudmyla

Rechtstipp

Mit dem Kind zur Arbeit

16.10.2018 Ι Manchmal kommt alles zusammen: Der Kindergarten hat zu, die Oma ist krank, die Freunde sind verreist. Wohin mit dem Kind? Eine naheliegende Idee ist es, das Kind einfach mit an den Arbeitsplatz zu nehmen. Aber ist das auch erlaubt? Ist ein solcher Fall rechtlich geregelt?

Einen rechtlichen Anspruch, das eigene Kind mit zur Arbeit zu bringen, gibt es nicht. Der Beschäftigte darf grundsätzlich nichts an seinen Arbeitsplatz mitnehmen, was seine Arbeit behindert, erschwert oder verhindert - das gilt für Kinder, aber etwa auch für Haustiere. Kann der Beschäftigte keine Kinderbetreuung organisieren, muss er also zuvor mit seinem Vorgesetzten absprechen, ob er ausnahmsweise das Kind mit zur Arbeitmit nehmen kann. Üblicherweise besteht, zumindest in Notfällen, die Pflicht zu einem verantwortungsvollen Umgang auch von Arbeitgeberseite.


In vielen Firmen sind Kinder durchaus willkommen. Ausnahmen gelten dort, wo es um die Sicherheit geht, wenn etwa mit Chemikalien gearbeitet wird. In der Regel allerdings verursachen Kinder kein großes Durcheinander im Betrieb oder halten Kollegen von der Arbeit ab. Und auch der Arbeitgeber hat etwas davon: Das Kind in Notfällen mit ins Büro zu bringen, spart ihm einen Ausfalltag. Und Mutter oder Vater können wesentlich stressfreier arbeiten, wenn das Kind gut versorgt ist.


Wichtig ist, vorab mit dem Vorgesetzten zu sprechen, aber auch Kolleginnen und Kollegen, die unmittelbar betroffen sind, frühzeitig darüber zu informieren, dass das Kind mit zur Arbeit kommt. Wenn das Kind da ist, sollte es während der Arbeitszeit beschäftigt werden. Also an Spielsachen denken, Bücher und Malstifte mitnehmen. In manchen Betrieben gibt es dafür eigens einen "Kinderkoffer" - Spielzeug gegen Langeweile.

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Werner Bachmeier
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