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Ralf Wilke, Betriebsrat bei Daimler in Bremen

© Carmen Jaspersen

Ralf Wilke, Betriebsrat bei Daimler in Bremen

"Arbeitszeit Grenzen setzen und Freiräume schaffen"

26.06.2017 Ι Kürzere Arbeitszeiten? Betriebsrat Ralf Wilke hatte damit gerechnet, dass sich viele kürzere Arbeitszeiten wünschen. Aber diese Antworten überraschten ihn doch: Im Daimler-Werk in Bremen würden 55 Prozent lieber auch mal kürzer arbeiten, als mehr Geld zu verdienen.

Das ist ein Ergebnis der Betriebsauswertung aus der Beschäftigtenbefragung der IG Metall. Für Ralf Wilke ist es auch Ausdruck guter Tarifpolitik in den vergangenen Jahren.
 



Bei Daimler in Bremen sind mehr Beschäftigte als im Bundesdurchschnitt mit ihren Arbeitszeiten zufrieden. Der Betriebsrat fühlt sich damit in seiner Arbeit bestätigt. Aber das heißt nicht, dass es nichts zu tun gibt. Ralf Wilke geht die Zahlenreihen durch und sagt: "Hier stecken jede Menge Arbeitsaufträge für uns drin."

Die Ergebnisse geben dem Betriebsrat Hinweise, wo Arbeitszeit verfällt, wo Vereinbarungen und Gesetze nicht eingehalten werden und was die Beschäftigten wollen. So wünschen sich zwei von drei, auch in der Schicht mal später anfangen oder früher gehen zu können. Genauso viele finden es gut, wenn ältere Beschäftigte in der Schicht kürzer arbeiten können, aber nicht weniger verdienen. "Wir müssen schauen, wie wir im Schichtbetrieb mehr Freiräume schaffen und was wir für ältere Beschäftigte verbessern können", sagt Wilke. Unterm Strich zeigen die Ergebnisse: "Die Kollegen erwarten von uns den Spagat, Arbeitszeit Grenzen zu setzen und gleichzeitig Freiräume zu schaffen, Arbeitszeit selbst gestalten zu können."

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