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Pressemitteilung Nr. 05/2016

02.02.2016

IG Metall-Vorstand empfiehlt einen Forderungsrahmen von 4,5 bis 5 Prozent mehr Entgelt für die weitere Diskussion

02.02.2016 Ι

Frankfurt am Main - Der Vorstand der IG Metall hat den regionalen Tarif¬kommissionen für die Tarifrunde 2016 in der Metall- und Elektroindustrie einen Forderungsrahmen nach Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen von 4,5 bis 5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten empfohlen. "Wir wollen mit unserer Entgeltforderung zur Verteilungsgerechtigkeit in unserer Gesellschaft beitragen", sagte Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, am Dienstag in Frankfurt. "Die Forderung ist von den Unternehmen finanzierbar und sichert den Beschäftigten einen fairen und verdienten Anteil an der wirtschaftlichen Entwicklung. Sie ist zur weiteren Stärkung der Binnennachfrage ebenfalls dringend geboten", sagte Hofmann.

Die wirtschaftliche Situation der Betriebe sei stabil, in den Branchen der Metall- und Elektroindustrie seien die Aussichten für 2016 gut, so auch die Aussage der Wirtschaftsverbände. Bei der Höhe der Forderung geht die IG Metall, wie immer, von der mittelfristigen Zielinflationsrate der Europäischen Zentralbank (EZB) von bis zu 2 Prozent und einer erwartenden mittelfristigen gesamtwirtschaftlichen Trendproduktivitätssteigerung von etwa 1,1 Prozent aus. "Die Ertragssituation ist 2015 auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau bei einer Netto-Umsatz-Rendite von respektablen 3,6 Prozent. Die Beschäftigung ist deutlich gewachsen. Die Metall- und Elektroindustrie hat den temporären Anstieg der Lohnstückkosten, auch auf Grund weiterer positiver Sonderfaktoren, damit sehr gut verkraftet", sagte Hofmann.

Neben einer angemessenen Entgelterhöhung will die IG Metall die anstehende Tarifrunde nutzen, zu einer Erhöhung der Tarifbindung beizutragen. "Beschäftigte in nicht-tarifgebundenen Betrieben haben den gleichen Anspruch auf Tariferhöhungen. Sie verdienen bei vergleichbarer Tätigkeit im Durchschnitt 24,6 Prozent weniger. Gerecht geht nur mit Tarifvertrag! Deshalb werden wir in dieser Tarifrunde verstärkt Belegschaften aus Betrieben ohne Tarifbindung einbeziehen, um die Tarifbindung wieder zu steigern", sagte Hofmann.

Die regionalen Tarifkommissionen beraten und beschließen am 23. Februar 2016 über die aufzustellenden Forderungen. Der Vorstand der IG Metall wird sich in einer außerordentlichen Sitzung am 29. Februar 2016 mit den Beschlüssen der Tarifkommissionen befassen und die Forderung abschließend festlegen. Die Entgelttarifverträge laufen am 31. März 2016 aus, die Friedenspflicht endet in der Nacht zum 29. April 2016.


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