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Pressemitteilung Nr. 17/2014

20.05.2014

IG Metall fordert neue Kultur der Wertschätzung von Arbeit

20.05.2014 Ι

Frankfurt am Main - Die IG Metall hat eine neue Kultur der Wertschätzung von Arbeit gefordert. Die Beschäftigten müssten mehr einbezogen werden, um den steigenden Anforderungen an Arbeitskraft und Flexibilität gerecht zu werden. "Der Deregulierungswahn der letzten Jahrzehnte hat zu einer massiven Entwertung von Arbeit geführt", sagte Detlef Wetzel, Erster Vorsitzender der IG Metall, anlässlich der Betriebspolitischen Konferenz am Dienstag in Frankfurt. Deshalb müsse "Gute Arbeit" wieder zum Leitmotiv und Beteiligung ein selbstverständlicher Bestandteil der Arbeitswelt werden. Die Arbeitsmarktanforderungen der Zukunft könnten nur bewältigt werden, wenn das Wissen und die Erfahrung älterer Beschäftigter ebenso wie das Potential der jungen Generation genutzt würde.

Arbeit habe eine große Bedeutung im Leben der Menschen, betonte Jörg Hofmann, Zweiter Vorsitzender der IG Metall. Arbeit sei keine Ware wie jede andere, beliebig abrufbar und wegwerfbar. Daher sei ein unbefristetes Vollzeitarbeitsverhältnis auch in Zukunft Wunsch der großen Mehrheit der Beschäftigten. Wertschätzung würde aber auch die Anerkennung unterschiedlicher Lebenslagen der Beschäftigten erfordern.

Notwendig sei ein neues Normalarbeitsverhältnis, das Flexibilität in der Arbeitszeit auch für die Beschäftigten bei Betreuung der Kinder, Pflege von Angehörigen oder Fortbildung ermögliche. Flexibilität dürfe keine Einbahnstraße sein, kritisierte der Gewerkschafter. "Nicht die Auflösung des Normalarbeitsverhältnisses sondern ein neues Normalarbeitsverhältnis, das die Bedürfnislagen unterschiedlicher Lebensphasen aufnimmt, ist gefordert", sagte Hofmann. Dazu müsse die Politik Rahmenbedingungen schaffen, um tarifliche Lösungen zu unterstützen. "Beispielsweise sollten Entgeltausgleiche zumindest steuer- und teilweise abgabenfrei gestellt werden", sagte Hofmann.

Unter dem Motto "Betriebspolitik aktiv - beteiligen, einmischen, die Arbeitswelt gestalten" diskutieren rund 400 Betriebsräte und IG Metall-Funktionäre über die Ergebnisse der im vergangenen Jahr durchgeführten Beschäftigtenbefragung der IG Metall. Daran hatten sich über eine halbe Millionen Beschäftigte beteiligt. Anhand praktischer Beispiele wurden Erkenntnisse der Befragung ausgetauscht und ihre Umsetzung in den Betrieben dargestellt. Als Gast begrüßte die IG Metall Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, auf der Veranstaltung. Sie kommentierte die Umfrageergebnisse und nahm eine gesellschaftspolitische Einordnung vor.


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