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Pressemitteilung Nr. 57/2004

04.06.2004

IG Metall: Fünf neue Berufe sollen der Metallindustrie neuen Schub geben

04.06.2004 Ι

Frankfurt /Main - Ab 1. August diesen Jahres gibt es fünf neue industrielle Metallberufe. Darauf haben sich Gesamtmetall und die IG Metall geeinigt. "Wir sind stolz darauf, dass wir in einer Rekordzeit von zehn Monaten fünf moderne und qualitativ sehr hochwertige Berufe für die Metallbranche weiter entwickeln konnten", sagte IG Metall-Vorstandsmitglied Erwin Vitt am Freitag in Frankfurt. In den fünf neu geordneten Berufen Anlagen-, Industrie-, Konstruktions-, Werkzeugmaschinen- und Zerspanungsmechaniker/-in werden rund 100 000 junge Menschen ausgebildet.


Die dreieinhalbjährige Ausbildung stehe für junge Frauen und Männer gleichermaßen offen. Derzeit seien junge Frauen in diesen Berufen nur schwach mit 5,6 Prozent vertreten. Die Metallbranche mit ihren rund 3,5 Millionen Beschäftigten habe durch die neuen Schlüsselberufe einen nicht zu unterschätzenden Standortvorteil. "Moderne und qualifizierte Ausbildungskonzepte bilden die Grundlage für die Märkte von morgen. Die IG Metall hat hier Berufe für das 21. Jahrhundert mitgestaltet," sagte Vitt. Der Gewerkschafter appellierte an die 23 000 Betriebe der Metallindustrie, die Chance der neuen Berufe zu ergreifen und zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen.

Gesamtmetall und IG Metall haben mit 34 Sachverständigen aus den Betrieben und dem Bundesinstitut für Berufsbildung die neuen Berufsstrukturen geschaffen. Gleichzeitig sind die Lehrinhalte für den Berufsschulunterricht von den Ländern entwickelt worden. Die Orientierung an der Praxis, an konkreten Projekten im Betrieb statt an abstraktem Lehrbuchwissen, habe dabei für die IG Metall im Vordergrund gestanden. Es gebe immer weniger ständig wiederkehrende Tätigkeiten, betonte Vitt. Dafür sei umso mehr selbständiges Arbeiten im Team gefragt. Neben fachlicher Kompetenz seien auch die sozialen Fähigkeiten wichtig.


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