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Pressemitteilung Nr. 18/2004

11.02.2004

Warnstreiks: IG Metall mobilisiert 60 000 Metaller

11.02.2004 Ι

Frankfurt/Main - Begleitend zu den laufenden Tarifverhandlungen in Baden-Württemberg und an der Küste protestierten rund 60 000 Metaller aus 134 Betrieben am Mittwoch fast bundesweit für ihre Tarifforderung (Stand 15 Uhr).


Zu Beginn der Verhandlungen in Baden-Württemberg versammelten sich rund 700 Metaller vor dem Verhandlungsort in Pforzheim. Landesweit protestierten fast 16 000 Beschäftigte aus rund 40 Betrieben. Auf einer Kundgebung vor dem DaimlerChrysler-Werk in Untertürkheim sicherte der baden-württembergische DGB-Landesvorsitzende Rainer Bliesener den 3 500 Metallern die volle Solidarität der DGB-Gewerkschaften zu. Am Standort Esslingen-Mettlingen legten 2 000 Beschäftigte für über drei Stunden die Arbeit nieder. In Sindelfingen stand die Montage der C-Klasse mit 400 Metallern für eine Stunde still. An einer Kundgebung in Ludwigsburg-Bietigheim beteiligten sich fast 1 300 Beschäftigte aus elf Betrieben. In Singen legten 600 Beschäftigte aus zwei Alcan-Betrieben für vier Stunden die Arbeit nieder. Weitere Aktionen gab es in Lörrach, Tauberbischofsheim, Offenburg, Mannheim, Karlsruhe und Waiblingen.

Auch in Bayern setzten rund 18 500 Metaller aus zwölf Betrieben ihre Proteste fort. Bei BMW in Dingolfing folgten 10 000 Beschäftigte dem Aufruf der IG Metall. Zu einer Kundgebung in München versammelten sich insgesamt 6 000 Beschäftigte von BMW und der Automobilzulieferbetriebe BLW, Rockinger, Hurt und Knorr. Beim Münchner Turbinenhersteller MTU legten am Vormittag rund 1 000 Beschäftigte für eine Stunde die Arbeit nieder. Weitere Warnstreiks gab es in Landshut, Passau und Weilheim.

In Rheinland-Pfalz traten am Morgen 3 000 Beschäftigte bei der Adam Opel AG und den Automobilzulieferbetrieben GKN Gelenkwellenwerk, Powertrain und Keiper in Kaiserslautern in den Ausstand und versammelten sich zu einer Kundgebung mit dem IG Metall-Vorsitzenden Jürgen Peters. In Thüringen legte im Opel-Werk Eisenach die gesamte Frühschicht mit 450 Beschäftigten die Arbeit nieder. In Hessen traten rund 400 Warnstreikende aus acht Betrieben in den Ausstand. Im Saarland demonstrierten in Saarbrücken 950 Metaller aus drei Betrieben und in Völklingen versammelten sich über 500 Beschäftigte aus zehn Betrieben vor dem Unternehmen "Dillinger Fabrik gelochter Bleche" des Präsidenten der saarländischen Metall-Arbeitgeber, Walter Koch. Ingesamt beteiligten sich in den vier Bundesländern mehr als 6 000 aus 33 Betrieben.

Mit rund 4 500 Metallern aus 24 Betrieben wurden die Warnstreiks in Niedersachsen fortgesetzt. In Salzgitter beteiligten sich rund 1 500 Beschäftigte des Schienenfahrzeugherstellers Alstom an einer einstündigen Kundgebung. Einem mehr als einstündigen Protestmarsch durch Göttingen schlossen sich rund 600 Beschäftige des Aluminium-Werkes Alcan sowie des Technologiekonzerns Sartorius an. Zudem gab es Arbeitsniederlegungen in Uslar sowie Moringen mit insgesamt 200 Beteiligten und in Braunschweig mit rund 450 Warnstreikenden. In Magdeburg (Sachsen-Anhalt) legten rund 400 Metaller aus drei Betrieben die Arbeit nieder.

Im Bezirk Küste wurden die Tarifverhandlungen in Bremen von 2 000 protestierenden Metallern vor dem Verhandlungsort begleitet. Insgesamt beteiligten sich 11 500 Beschäftigte aus 22 Betrieben an kurzfristigen Arbeitsniederlegungen und Kundgebungen. In Kiel versammelten sich 500 Arbeitnehmer der Betriebe DaimlerChrysler und CartopSystems eine Stunde vor dem Tor. Zu einer weiteren Kundgebung trafen 750 Arbeitnehmer der Kieler Betriebe Caterpillar, Vossloh und Rheinmetall zusammen.

In Berlin folgten dem Aufruf zu Warnstreiks rund 600 Beschäftigte der drei Moabiter Betriebe EADS Telecom, Berliner BMW-Niederlassung und Siemens AG Power Generation.


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