Frankfurt am Main/Laupheim – Beschäftigte in der Holz- und Kunststoff-Industrie erhalten mehr Geld. Nach zwei Monaten Verhandlungen und engagierten Warnstreiks haben sich IG Metall und Arbeitgeber in Baden-Württemberg auf das bundesweit erste Ergebnis in dieser Tarifrunde geeinigt.
IG Metall-Tarifvorständin Nadine Boguslawski sagt: „Mit engagierten Warnstreiks haben die Beschäftigten den Arbeitgeber-Traum einer Nullrunde für 2026 zur Nullnummer gemacht. Dieses austarierte Tarifergebnis spiegelt die Lage der Branche und der Beschäftigten wider. Der Aufschwung braucht dauerhaft steigende Entgelte. Das stärkt die Kaufkraft der Beschäftigten. Die betriebs- und gesamtwirtschaftliche Vernunft hat gesiegt.“ Bundesweit hatten 7500 Beschäftigte mit Aktionen Druck für Bewegung an den Verhandlungstischen gemacht.
Konkret vereinbarten die Tarifpartner, dass die Monatslöhne in zwei Stufen um insgesamt 4,2 Prozent steigen. Dazu erhalten die Beschäftigten im April 2026 eine Einmalzahlung von 300 Euro, die Krisen-Unternehmen im begründeten Fall verschieben können.
Die Branche zählt bundesweit 166.000 Beschäftigte der Holz-, Möbel- und Kunststoff-Industrie: bei Kfz-Zulieferern und Herstellern etwa von Küchen, Caravans bis hin zu Klavieren. 38.000 Beschäftigte profitieren direkt von den Flächen-Tarifverträgen der IG Metall. Dazu kommen noch zahlreiche Betriebe mit einer mittelbaren Wirkung des Tarifvertrags, die sich mit oder ohne Haus-Tarifvertrag an den Tarifabschlüssen der Gewerkschaft orientieren.
Die Verhandlungen in den anderen Tarifgebieten werden ab dem 20. Januar fortgesetzt.
Hinweis für Redaktionen: Bitte beachten Sie auch die Pressemitteilung der IG Metall Baden-Württemberg
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