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Berthold Huber. Foto: IG Metall

Porsche-Misere: Berthold Huber erinnert Wendelin Wiedeking an dessen Verantwortung

Huber lässt sich Meinungsäußerung nicht untersagen

22.06.2009 Ι Der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, hat sich mit scharfen Worten gegen die Vorwürfe von Wendelin Wiedeking zur Wehr gesetzt. In einem Fax an den Porsche-Chef heißt es: "Ich gehe davon aus, dass Sie dem Vorsitzenden der IG Metall politische Meinungsäußerung nicht untersagen wollen."

Das Schreiben war eine Antwort auf Wiedekings Rundumschlag vom Vortag. Der Porsche-Vorstandsvorsitzende hatte in Briefen und Faxen Aufsichtsratsmitglieder der Porsche Automobil Holding scharf attackiert. Dem IG Metall-Vorsitzenden warf Wiedeking vor, sich öffentlich gegen einen von Porsche bei der staatlichen KfW Bankengruppe beantragten Kredit ausgesprochen zu haben. Wiedeking hatte angedroht, den Ersten Vorsitzenden der IG Metall persönlich für "zukünftig eintretende Schäden und Vermögensnachteile" der Porsche SE "haftbar machen" zu wollen.

"Auf die Arbeit konzentrieren, statt Faxe zu schicken"
Huber erinnerte Wiedeking, der im Jahr 2008 ein Gehalt von 77 Millionen Euro bezogen hat, an dessen Verantwortung für die Misere. Es empöre ihn, "wenn ein gesundes Unternehmen wie Porsche über waghalsige Manöver von Ihnen in eine Situation gebracht wird, wo es Kredite benötigt, um den normalen Geschäftsbetrieb aufrecht zu halten".

Der IG Metall-Vorsitzende mahnte: "Anstatt mir solche Faxe zu schicken und mich über Pflichten aufzuklären, die mir hinlänglich bekannt sind, sollten sie sich auf Ihre Arbeit konzentrieren und das Unternehmen Porsche aus der jetzigen schwierigen Situation herausführen."

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