19. November 2012
Internationaler Kongress der IG Metall in Berlin
Kurswechsel für ein gutes Leben
Die Debatte um einen Kurswechsel für Deutschland begann mit einem Buch: „Kurswechsel für Deutschland – Die Lehren aus der Krise“. Darin beschreibt Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall, wie er sich ein neues Gesellschaftsmodell vorstellt.

Die IG Metall will die strategischen Debatten über einen notwendigen grundlegenden gesellschaftlichen Kurswechsel bündeln und weiterführen. Dazu veranstaltet sie vom 5. bis 7. Dezember 2012 eine internationale Konferenz mit rund 750 Teilnehmenden in Berlin. Ein Drittel werden internationale Experten und Gäste sein. Wir begleiten den Kongress auf „IG Metall-Kurswechselkongress“ im Internet, greifen die Themen auf und laden zum Mitdiskutieren ein.


Das Ziel

Auf der Konferenz sollen ein neuer Fortschrittsbegriff für Industriegesellschaften und alternative Entwicklungspfade mit Menschen aus Politik, Wissenschaft, Umweltverbänden und Wirtschaft diskutiert werden.

Wie sehen wir heute den Zusammenhang zwischen wirtschaftlichem Wachstum, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit und demokratischer, gesellschaftlicher wie wirtschaftlicher Teilhabe? Und welche gewerkschaftlichen Perspektiven verbinden wir damit? Wie können wir heute den Stellenwert von Arbeit in unserer Gesellschaft stärken – durch unser gewerkschaftliches Verständnis von selbstbestimmter und „Guter Arbeit“ entgegen einer zunehmenden Spaltung und Entwertung durch unsichere Arbeitsverhältnisse?

Die Konferenz wird im Kontext einer breiten gesellschaftlichen Debatte stehen, die 2012 national unter anderem in Verbindung mit der „Fortschrittsenquete“ des deutschen Bundestages und international auch mit der UN-Konferenz Rio 20 über nachhaltige Entwicklung und Green Growth stehen wird.

Die IG Metall will mit der Konferenz dazu beitragen, die gewerkschaftlichen Positionen mit einer breiten Öffentlichkeit zu diskutieren. Es soll deutlich werden, dass die ökologische Debatte in der IG Metall eine lange Tradition hat und das Ausmaß der Herausforderungen ernst genommen wird. Mit der Kurswechseldebatte, die den ökologischen Umbau der Wirtschaft mit der Erweiterung von Lebenschancen und einer Demokratisierung der Gesellschaft verbindet, will die IG Metall ihren eigenen konzeptionellen Beitrag einbringen.


40 Jahre nach Oberhausen und dem ersten Bericht des Club of Rome

Vierzig Jahre nach dem Kongress der IG Metall „Aufgabe Zukunft: Qualität des Lebens“ 1972 in Oberhausen und nach dem ersten Bericht des Club of Rome zu den Grenzen des Wachstums, der ebenfalls 1972 erschienen ist, besteht kein Grund zur nostalgischen Rückschau. Ganz im Gegenteil: Die weitere Verschärfung globaler Krisen, ökonomische wie ökologische, zeigen sehr deutlich, dass die Kurswechseldebatte stärker auf die Tagesordnung gesetzt werden muss.


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