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Opel: GM will Finanzierung alleine stemmen. Foto:  © GM Corp.

Opel: GM will Finanzierung alleine stemmen

Alle Anträge auf Bürgschaften zurückgezogen

16.06.2010 Ι General Motors (GM) hat seine Anträge auf Bürgschaften zur Sanierung von Opel zurückgezogen. Die Sanierung der Traditionsmarke soll aus eigenen Mitteln erfolgen. Der Opel-Konzernbetriebsrat und die IG Metall begrüßen die Entscheidung, mahnen jedoch zur Vorsicht. Versprechen müssen eingehalten, Investitionen getätigt werden.

"Nach über eineinhalb Jahren Unsicherheit für die Beschäftigten, der Ablehnung von Bürgschaften durch die Bundesregierung übernimmt General Motors die volle und alleinige finanzielle Verantwortung für Opel", begrüsst der Vorsitzende des Opel-Konzernbetriebsrat Klaus Franz die Entscheidung von GM, alle Anträge auf Bürgschaften europäischer Staaten zurück zu ziehen. Auch die Anträge auf Finanzhilfen der deutschen Bundesländer mit Opel-Standorten sind nun nihct mehr gültig.

Investitionen müssen fliessen
Oliver Burkhard, Bezirksleiter der IG Metall in Nordrhein-Westfalen begrüsste, dass nach Aussage von Opel-Chef Nick Reilly, dass die nunmehr alleinige Finanzierung durch GM nicht zu weiteren Kündigungen und Standortschließungen führen werde. Doch das alleine reiche nicht aus, so Burkhard: "Wir erwarten, dass jetzt das Wort von GM Bestand behält. Die Investitionsentscheidungen müssen so wie mit der Arbeitnehmerseite in schwierigsten Verhandlungen vereinbart, auch getätigt werden. Die unglaublich quälende Nagelprobe, die den Beschäftigten über 20 Monate zugemutet wurde, muss jetzt endgültig beendet sein."

Brief und Siegel
Auch Armin Schild, IG Metall Bezirksleiter Frankfurt und Opel Aufsichtsratmitglied, begrüßte, dass Nick Reilly die Entscheidung, auf Bürgschaften zu verzichten, mit "mutigen Zusagen" verbinde, doch sei zunächst zu prüfen, welche Substanz diese Aussage wirklich habe. "Wir haben bei Opel schon so viele ungedeckte Zusagen gehört, erst will ich sehen, wie Opel die Finanzierung gewährleisten will - und zwar mit Brief- und Siegel", sagte Schild am Rande einer Konferenz in Koblenz.

Der Konzernbetriebsratsvorsitzende Franz stellte angesichts der neuen Entwicklung klar: "Die europäischen und deutschen Verträge zwischen Opel/Vauxhall und den Arbeitnehmervertretungen sowie Gewerkschaften über Standort-, Beschäftigungs- und Investitionszusagen sind rechtsverbindlich und bleiben auch in diesem Fall gültig."



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