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Nordic Yards: Tarifvertrag für Werften in Wismar und Rostock. Foto: Langzeitbelichter / flickr.com

Nordic Yards: Tarifvertrag für Werften in Wismar und Rostock

Ab Januar wieder reguläre Tariflöhne für Werftarbeiter

07.12.2009 Ι IG Metall Küste und Nordic Yards in Wismar und Rostock-Warnemünde haben sich auf einen Tarifvertrag geeinigt. Die Beschäftigten der beiden Ex-Wadan-Werften erhalten ab Januar 2010 wieder Tariflöhne. Das entspricht rund zwölf Prozent mehr Geld. Zudem gelten für die Werftarbeiter künftig wieder die 38-Stunden-Woche und 30 Tage Urlaub im Jahr.

"Das ist ein wichtiges Signal an die Beschäftigten. Die Proteste in den vergangenen Monaten waren erfolgreich", erklärte Jutta Blankau, Bezirksleiterin der IG Metall Küste am Freitag in Hamburg. Die Beschäftigten von Nordic Yards erhalten durch den Tarifvertrag durchschnittlich einen Monatslohn pro Jahr mehr als nach den bisherigen Arbeitsverträgen. Allerdings reiche der Tarifvertrag allein nicht aus, so die Bezirksleiterin. "Wir brauchen jetzt Aufträge, die an beiden Standorten langfristig Beschäftigung sichern." Auch wenn die Transfergesellschaften zunächst um weitere drei Monate verlängert worden seien, bräuchten die Beschäftigten möglichst schnell eine Perspektive.

Nordic Yards tritt dem Arbeitgeberverband NORDMETALL bei
Nordic-Yards-Chef Jussufow erklärte sich bereit, zum 1. Januar 2010 dem Arbeitgeberverband NORDMETALL beizutreten. Damit wird eine langfristige Tarifbindung für die Werften gewährleistet. Im Gegenzug verzichten die Werftarbeiter unter anderem auf das tarifliche Weihnachts- und Urlaubsgeld, erhalten dafür aber in den nächsten drei Jahren Einmalzahlungen von jeweils 500, 600 und 700 Euro. Außerdem bekommen die Arbeitnehmer ihre Tariferhöhungen von Nordic Yards erst sechs Monate später als im Flächentarifvertrag vereinbart. Der Tarifvertrag gilt bis zum 31. Dezember 2012.

Übergangslösung nach Insolvenz der Wadan-Werften
Nach der Insolvenz der damaligen Wadan-Werften im Juni war Nordic Yards als neuer Investor eingesprungen. Der Insolvenzverwalter beaufsichtigt noch immer die Erfüllung der laufenden Aufträge. Von den ehemals 2500 Werftarbeitern sind derzeit nur noch 900 im Schiffbau tätig. Die übrigen befinden sich in einer Transfergesellschaft. Diese Übergangslösung wurde jetzt bis Ende März verlängert. Jussufow geht davon aus, dass auch bei guter Auftragslage maximal 1600 Arbeiter weiter beschäftigt werden.

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