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Nachhaltig produziert: T-Shirt für mehr Menschlichkeit

Nachhaltig produziert: T-Shirt für mehr Menschlichkeit

Ein Shirt unterstützt den Aufbau von Gewerkschaften

05.01.2016 Ι Keine Lust auf Winterschlussverkauf und Schnäppchenjagd? Auf der Suche nach einem T-Shirt, das unter guten Arbeitsbedingungen hergestellt wird, gut zur Umwelt ist und gewerkschaftliche Arbeit fördert? Ja, ein solches T-Shirt gibt es.
Es fühlt sich gut an. Weich. Geschmeidig. Es riecht nicht nach billigen Farbstoffen. Und auch nach der zwanzigsten Wäsche bleibt es perfekt in Form.

Dieses T-Shirt fühlt sich aber auch gut an, weil es fair produziert wird. Fair zur Umwelt und zu denen, die die Baumwolle gewebt und das T-Shirt zusammengenäht haben. Geht das alles? "Jein", sagt Anton Wundrak. Der Berliner Betriebswirt, Aktivist und Musiker will die Welt ein bisschen besser machen: mit T-Shirts.

Zum Nachdenken anregen

Am Anfang stand die Idee, eine Produktionskette zu entwickeln, die möglichst fair mit Produzenten und Beschäftigten umgeht. Das Wort fair mag Anton Wundrak übrigens überhaupt nicht. "Es gibt derzeit leider kein 100 Prozent faires T-Shirt", sagt er. "Wir wollen auf alternative Formen des Wirtschaftens aufmerksam machen und zum Nachdenken anregen." Deshalb arbeitet er mit einer selbst organisierten Näherei in Kroatien und einem Biobaumwollhändler in Indien zusammen. Die beiden fand er dank seiner gewerkschaftlichen Kontakte, einer Konferenz und Kollege Zufall. Und damit stand die Produktionskette.

Auf dem Gewerkschaftstag gut angekommen: Das T-Shirt "Refugees Welcome - Wir für mehr Menschlichkeit"
Auf dem Gewerkschaftstag gut angekommen: Das T-Shirt "Refugees Welcome - Wir für mehr Menschlichkeit"

Die Idee begeisterte auch die IG Metall Jugend. Für eine Aktion auf dem Gewerkschaftstag machten sie mit den T-Shirts auf mehr Menschlichkeit gegenüber Geflüchteten aufmerksam.

Die Shirts kamen so gut an, dass sie nun für weitere Aktionen nachgedruckt werden. Aber auch andere soziale Organisationen und Musikgruppen zählen zu Wundraks Fans. Nicht zuletzt auch deshalb, weil pro T-Shirt ein Euro an Textilarbeiterinnen in Südasien geht, um sie bei ihrem Kampf um bessere Löhne und Arbeitsbedingungen zu unterstützen. Denn: Immer mehr Menschen wollen die miesen Arbeitsbedingungen in der asiatischen Bekleidungsindustrie verändern. Wundraks Projekt ist ein Beitrag dazu. Gute Arbeitsbedingungen fallen weder in Asien noch in Europa vom Himmel, sie müssen immer wieder erkämpft und verteidigt werden.

Und wo gibt es das Shirt und Infos dazu?

Die T-Shirts mit der Aufdruck "Refugees Welcome - Wir für mehr Menschlichkeit" werden derzeit nachproduziert und können bei den regionalen IG Metall-Geschäftsstellen angefragt werden.

Wer mehr wissen will über Shirts, die sich gut anfühlen, wenn man sie kauft und trägt, kann sich gerne direkt bei Anton Wundrak melden: info@dna-merch.de. Weitere Infos zu Projekten im Textilbereich gibt es auch unter: www.exchains.org und www.tie-global.org.

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Mit einem "Arbeitsverhaltenskodex für die Bekleidungsindustrie" will die Kampagne unter anderem erreichen, dass inter- nationale Unternehmen faire und soziale Mindeststandards einhalten. Die IG Metall gehört zu den Unterstützern.

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