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Mitgliedererfolge in der Verwaltungsstelle Witten

Mitgliedererfolge in der Verwaltungsstelle Witten

Die Beschäftigten - Dreh- und Angelpunkt im Betrieb

30.01.2013 Ι Es gibt viele Möglichkeiten, betriebliche Probleme zu lösen. Erfolg haben die Metaller in Witten damit, von Anfang an gemeinsam mit den Beschäftigten eine Strategie zu entwickeln um strittige Punkte anzupacken. So wurde nicht nur Vieles im Sinne der Beschäftigten gelöst. Die IG Metall Witten hat zudem auch einen Großteil der Betroffenen von einer Mitgliedschaft bei der IG Metall überzeugt.

"Die Beschäftigten beteiligen - das ist die beste Strategie, um erfolgreich zu sein und die Menschen von der IG Metall zu überzeugen", sagt Lars Beez von der IG Metall Witten. Er muss es wissen. Denn in der IG Metall Witten wird dieses Prinzip in mehreren Firmen erfolgreich angewendet. Dort konnten so nicht nur Verschlechterungen für die Beschäftigten verhindert werden. Dass die Meinung der Beschäftigten zählt, sie zu Wort kommen und ihre Ideen aufgegriffen werden, hat auch viele Nichtmitglieder von einer Mitgliedschaft bei der Gewerkschaft überzeugt.

Die Situation ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich, berichtet Beez. In einem Betrieb soll der Akkord abgeschafft, im anderen ein Standort geschlossen werden. "Wir legen die Probleme von Anfang an offen und die Beschäftigten können ihre Ideen, Sorgen und Vorstellungen einbringen", erklärt der Metaller. 


Ideenwerkstatt

So war es auch bei einem Pumpenhersteller mit 200 Beschäftigten in Witten. Die Mitarbeiter hatten Probleme mit den Arbeits- und Leistungsbedingungen. Eine von der IG Metall anberaumten Mitgliederversammlung wurde kurzerhand in eine Ideenwerkstatt umgewandelt, an der sich ein großer Teil der Beschäftigten beteiligten. Die Kollegen brachten ihre Probleme vor und erarbeiteten unter dem Motto "Besser statt billiger" Lösungen und Verbesserungsvorschläge. Diese Ergebnisse hat der Betriebsrat gemeinsam mit der IG Metall aufgegriffen und konnte so einiges auf den Weg bringen. Entscheidend für den Erfolg war dabei, dass die Lösungen nicht über den Kopf der Betroffenen eingeführt wurden. Sie konnten sich von Anfang an einbringen.


SMS-Dienst

Um einen Haustarifvertrag ging es bei einem Edelstahlwerk. Als es in dem Betrieb vor einiger Zeit wirtschaftlich abwärts ging, standen Verhandlungen über einen Sozialplan an. Auch dort hat die IG Metall die betroffenen Mitglieder von Anfang an mit einbezogen. In Mitgliederversammlungen wurde über die Probleme gesprochen. Der Arbeitgeber wollte Lohnkürzungen, Arbeitszeitverlängerung und die Stilllegung eines Standortes durchsetzen. Das wollten der Betriebsrat und die IG Metall auf jeden Fall verhindern.

Die Interessenvertretung informierte die Mitglieder in jeder Phase der Verhandlungen. Es wurde ein SMS-Dienst eingerichtet. Alle die sich für den Verteiler meldeten, wurden im Anschluss an die Verhandlungen sofort informiert. Daher haben viele der Betroffenen auch akzeptieren können, als nicht alles, was der Arbeitgeber durchsetzen wollte, verhindert wurde: Ein Standort wurde geschlossen, doch die Beschäftigten wurden von dem anderen Unternehmensstandort übernommen. Auch die Arbeitszeit wurde verlängert. Jedoch nicht auf 38 Stunden, so wie es der Arbeitgeber verlangt hatte, sondern nur auf 35,5 Wochenstunden.


Abschaffung des Akkordlohns ohne Verlust

In einer Gießerei sollte der Akkordlohn abgeschafft werden. Ohne Ersatz hätten die Beschäftigten etwa 50 Prozent des Entgeltes verloren. Nachdem der Vorschlag der Geschäftsleitung auf dem Tisch lag, haben die Metaller als erstes eine Mitgliederversammlung durchgeführt. Dort wurden die verschiedenen Aspekte des Problems erörtert ebenso wie die Ideen, die von den betroffenen Beschäftigten kamen.

Gemeinsam mit der IG Metall hat der Betriebsrat einen Entwurf für eine Betriebsvereinbarung entworfen. Dieser wurde in der Belegschaft breit diskutiert. Nachdem die Firmenleitung registrierte, dass der Vorschlag der Interessenvertreter in der Belegschaft einen großen Rückhalt hat, zogen sie ihr Papier zurück und der Vorschlag des Betriebsrats wurde verhandelt. Jetzt wird zwar der Akkordlohn abgeschafft, doch ohne Verluste für die betroffenen Beschäftigten.


Hilfe zur Selbsthilfe

Die Beschäftigten sind der Dreh- und Angelpunkt. Das hat die IG Metall beherzigt, als sie gemeinsam mit den Beschäftigten die betrieblichen Probleme angepackt hat. Sie hat neue Diskussions- und Kommunikationsformen geschaffen und dadurch Erfolge erzielt. Die Ideenwerkstatt oder der SMS-Dienst in dem Edelstahlwerk kann auch beim nächsten Problem wieder aktiviert werden.

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Werner Bachmeier
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