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Schaeffler: Unternehmensmitbestimmung kommt

Mitbestimmung bei Schaeffler

Arbeitnehmervertreter für Gemeinsamen Ausschuss gewählt

18.11.2009 Ι Die Betriebsrätekonferenz der Schaeffler-Gruppe hat gestern die Arbeitnehmervertreter für den Gemeinsamen Ausschuss der Schaeffler-Gruppe gewählt. Damit ist ein wichtiger Schritt zu mehr Mitbestimmung im Unternehmen gemacht. Das ist vor allem in der Krise wichtig.

"Mit dieser Wahl ist die Zeit der einsamen Entscheidungen in der Schaeffler-Unternehmensgruppe vorbei. Sowie in vielen anderen erfolgreichen Unternehmen können jetzt die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in die Entscheidungsprozesse des Unternehmens einfließen, das ist ein Standortvorteil und gut so!", begrüßte Werner Neugebauer, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, die Wahl.

Der Ausschuss
Der Gemeinsame Ausschuss ist ein zwölfköpfiges Gremium, das paritätisch von Vertretern der Eigentümer und der Arbeitnehmer besetzt ist. Es hat ähnliche Funktionen wie ein mitbestimmter Aufsichtsrat. Die Aufgabe des Gemeinsamen Ausschusses ist die Information und Beratung zu Fragen der wirtschaftlichen Lage und der weiteren Entwicklung der Schaeffler-Gruppe. Den Vorsitz führt ein Vertreter der Schaeffler-Gruppe, die Arbeitnehmerseite stellt den stellvertretenden Vorsitzenden. Die Liste der gewählten Arbeitnehmervertreter gibt es bei den Conti-Schaeffler-Nachrichten der IG Metall.

Weg zur Mitbestimmung
Begonnen hatte alles am 23. Februar 2009, als die Gesellschafter von Schaeffler sich an die IG Metall mit der Bitte um Unterstützung bei der Zusammenführung von Conti und Schaeffler wandten. Es wurde eine Zukunftsvereinbarung geschlossen, die aus drei Teilen besteht:

  • Beschäftigungssicherung in der Krise, wie auch bei der Zusammenführung mit Continental.
  • die Einführung der Unternehmensmitbestimmung, wie sie in Aktiengesellschaften üblich ist (Schaeffler ist eine Kommanditgesellschaft, für die es keine gesetzliche Unternehmensmitbestimmung gibt),
  • eine Mitarbeiterkapitalbeteiligung.

Wörtlich heißt es in der von IG-Metall-Chef Berthold Huber und Maria-Elisabeth Schaeffler sowie Georg Schaeffler unterzeichneten Vereinbarung: "In der Schaeffler-Gruppe wird die Mitbestimmung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer - vergleichbar einer Aktiengesellschaft - eingeführt."

Beschäftigungssicherung
Bereits im Sommer konnten durch einen Vertrag zwischen dem Unternehmen, den Betriebsräten und der IG Metall bis zu 4 000 Arbeitsplätze erhalten und gesichert werden. Bis Mitte 2010 werden keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen. Die Beschäftigten mußten schmerzhafte Einschnitte hinnehmen, behielten aber trotz der Krise ihre Arbeitsplätze.

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