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Produktion in der Metall- und Elektroindustrie erholt sich noch nicht

Metall- und Elektroindustrie: Krise ist noch nicht sicher überwunden

Mehr Aufträge aber niedriges Produktionsniveau

22.10.2009 Ι Es gehen wieder mehr Aufträge ein und die Geschäftserwartungen werden von Monat zu Monat positiver. Das heißt aber nicht, dass die Krise bereits überwunden ist. Denn die Produktion in der Metall- und Elektroindustrie hat sich noch nicht wieder stabilisiert. Die Krise erreicht nun auch den deutschen Arbeitsmarkt. In der Metall- Und Elektroindustrie sind derzeit rund 300 000 Arbeitsplätze noch durch die Kurzarbeit gesichert.

Die Dimension der Krise zeigt sich am Niveau der Bestellungen in der Metall- und Elektroindustrie. Die Auftragseingänge lagen im August ein Viertel unter dem Niveau des Vorjahres (minus 23 Prozent). Mittlerweile scheint die Talsohle erreicht zu sein. Im Vergleich zum Frühjahr kamen in nahezu allen Branchen im Sommer wieder mehr Aufträge herein, zuletzt sogar im Maschinenbau.

Produktion stark gesunken
Wegen des Nachfrageeinbruchs leiden die Unternehmenan an einer starken Unterauslastung. Die Kapazitäten der Betriebe sind nur zu 70 Prozent ausgelastet. Im Verlgeich: 2007 waren sie zu 90 Prozent ausgealstet. Das Produktionsniveau liegt seit Monaten rund ein Viertel unter dem des Vorjahres (minus 24 Prozent). Alle Hauptbranchen der Metall- und ElektroiIndustrie sind davon betroffen, am stärksten der Maschinenbau. Dort liegt der Produktionsoutput ein Drittel unter dem Vorjahresniveau (minus 32Prozent).


Ausblick
Für die Gesamtwirtschaft gibt es die unterschiedlichsten Prognosen für das Jahr 2010. In der Metall- und Elektroindustrie ist das nicht anders: Sie reichen derzeit von plus 0,4 Prozent (IMK) bis plus 5,0 Prozent (IfW).

So geht's besser
Auch bei positiven Prognosen, mehr Auftragseingängen und wachsender Prosuktion wird es länger als bis Ende 2010 dauern, bis das Produktionsniveau
des Jahres 2007 oder 2008 wieder erreicht wird. Damit die Arbeitsplätze weiter gesichert werden können braucht die Branche Folgendes:

  • Die Kurzarbeit muss weiterhin für 24 Monate anwendbar sein und mit Qualifizierungsmaßnahmen kombiniert werden.
  • Die Remanenzkosten (zum Beispiel Beitrage zur Sozialversicherung) müssen den Arbeitgebern weiterhin erstattet werden.
  • Die Finanzierung der UNternehmen muss dich Kredite und Bürgschaften gesichert werden.
  • Wegen der absehbaren Eigenkapital- und Liquiditätsschwäche
    vieler Unternehmen braucht die Branche einen Public-Equity-Fonds. Mit öffentlicher Beteiligung könnte die Finanzierungsschwäche vieler Unternehmen zeitweilig überbrückt werden.

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