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Metall und Elektro: Verhandlungen. Illustration: IG Metall

Metall und Elektro: Verhandlungen

Arbeitgeber legen verantwortungslos niedriges Angebot vor

Dritte Verhandlungsrunde

31. Oktober 2008
: Für die Tarifgebiete Mittelgruppe und Nordrhein-Westfalen provozierten die Arbeitgeber mit einem verantwortungslos niedrigem Angebot. Die rund 430 000 Beschäftigten in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland hatten deutlich mehr erwartet.
Das Angebot von 2,1 Prozent in Nordrhein-Westfalen sei "völlig unzureichend", erklärte Oliver Burkhard, IG Metall-Bezirksleiter in NRW. Es gleiche weder die Inflationsrate aus und enthalte noch nicht mal eine Chance, die Einmalzahlungen betrieblich zu erhöhen.
In Bayern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt gingen die Verhandlungen ebenfalls ergebnislos zu Ende.

30. Oktober 2008: In der dritten Verhandlungsrunde für Baden-Württemberg hatten die Metallarbeitgeber Einmalzahlungen für die Monate November und Dezember in Höhe von 0,8 Prozent sowie eine tabellenwirksame Entgelterhöhung von 2,1 Prozent für 2009 angeboten. Jörg Hofmann, IG Metall-Bezirksleiter, lehnte das Angebot von den Arbeitgebern ebenfalls als "völlig unzureichend" ab.

Zweite Verhandlungsrunde

28. Oktober 2008: Auch in Thüringen verweigerten die Arbeitgeber ein Angebot. "Wir sind bereit über ein anständiges Angebot zu verhandeln. Diese Chance haben die Arbeitgeber bisher vertan.", kritisierte Armin Schild, IG Metall-Bezirksleiter.
Auch in Nordrhein-Westfalen ging die zweite Verhandlungsrunde ohne ein Angebot der Arbeitgeber zu Ende. Die Friedenspflicht endet am 31. Oktober 2008. Damit sind ab 1. November 2008 Warnstreiks möglich.

27. Oktober 2008: Statt eines Angebotes präsentierten die Arbeitgeber in Bayern lediglich die bekannten Vorschläge. Werner Neugebauer, IG Metall-Bezirksleiter, bezeichnete das Angebot "so beschämend, dass sie das Licht der Öffentlichkeit scheuen und deshalb die Form des Konklaves für die weiteren Tarifverhandlungen vorschlagen." Vor Verhandlungsbeginn hatten 1000 Beschäftigte aus der Region für ihre Tarifforderung demonstriert.
Im Tarifgebiet Sachsen sagten die Arbeitgeber die zweite Verhandlungsrunde ab.

24. Oktober 2008: In Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland hatten die Arbeitgeber ebenfalls den Beschäftigten nichts anzubieten. Die IG Metall schlug einen weiteren Verhandlungstermin innerhalb der Friedenspflicht vor. Auch dies lehnte die Arbeitgeberseite ab. Über 4000 Beschäftigte demonstrierten in Mainz für ihre geforderten acht Prozent mehr Lohn. Nächster Verhandlungstermin ist der 6. November 2008 in Kaiserslautern.
Im Tarifgebiet Küste kam von den Arbeitgeber ebenfalls kein Angebot. Die Verhandlungen werden hier am 3. November 2008 in Hamburg fortgesetzt.

23. Oktober 2008: Nachdem die Arbeitgeber in Hannover kein Angebot für Niedersachsen präsentierten, fand Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter, deutliche Worte: "Die Hinhaltetaktik von GesamtMetall und NiedersachsenMetall ist unverantwortlich und provoziert Warnstreiks." Die IG Metall werde von ihrer Forderung nach acht Prozent nicht abweichen.

22. Oktober 2008: Nachdem die Arbeitgeber in Sindelfingen wieder nichts für die Beschäftigten in Baden-Württemberg anzubieten hatten, reagierte Jörg Hofmann, IG Metall-Bezirksleiter, verärgert: "Diese Zockerei muss ein Ende haben." Das beste Konjunkturprogramm sei eine ordentliche Lohnerhöhung. Hofmann wies eine Spitzenverhandlung zurück, die von Gesamtmetall ins Gespräch gebracht wurde. Die IG Metall stellte in den Verhandlungen die Ergebnisse ihrer aktuellen Umfrage in 128 Betrieben der Branche im Südwesten vor. Hofmann: "Darin sind alle unsere Annahmen bestätigt. Das Jammern erfolgt vielerorts auf hohem Niveau." Aus diesem Grund sehe er auch keine Notwendigkeit von den geforderten acht Prozent abzurücken.


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