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Metall und Elektro: Tarifergebnis für die niedersächsischen Beschäftigten. Foto: igmetall-nieder-sachsen-anhalt.de

Metall und Elektro: Tarifergebnis für die niedersächsischen Beschäftigten

Sichere Jobs und mehr Geld in Niedersachsen

25.02.2010 Ι Als dritter IG Metall-Bezirk hat nun auch Niedersachsen nach Baden-Württemberg und Bayern den NRW-Pilotabschluss übernommen. Die IG Metall und die Arbeitgeber vereinbarten für die rund 75 000 Beschäftigten in der niedersächsischen Metall- und Elektroindustrie eine Einmalzahlung und höhere Entgelte ab April 2011. Niedersächsische Besonderheiten bei der Beschäftigungssicherung werden ebenfalls berücksichtigt.

Hartmut Meine, Bezirksleiter der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, bewertete den erzielten Tarifabschluss positiv: "Vor allem freut mich, dass wir die Übernahmebedingungen für Ausgebildete inmitten der Krise verbessern konnten. Davon profitieren beide Seiten: Junge Menschen haben gute Berufschancen und die Arbeitgeber können ihre Beschäftigten in der Krise halten". Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer seien mit ihrem Beitrag in Vorleistung gegangen. "Neue Möglichkeiten der Kurzarbeit helfen, um Entlassungen in der Krise zu vermeiden", betonte Meine.

Niedersächsische Besonderheiten bei der Beschäftigungssicherung 
Im Tarifvertrag "Beschäftigung, Kurzarbeit, Qualifizierung" (BKQ) wurden niedersächsische Besonderheiten ab 1. März 2010 vertraglich geregelt. Die Tarifparteien konnten gegenüber dem NRW-Pilotabschluss einige Verbesserungen neben regionalen Besonderheiten im BKQ-Tarifvertrag erreichen. Betriebe können die Arbeitszeit auf maximal 25 Wochenstunden mit einem Teillohnausgleich reduzieren. Das bedeutet: Beschäftigte arbeiten 25 Stunden und bekommen 27 Stunden und 15 Minuten bezahlt. Die Laufzeit des BKQ-Tarifvertrages endet im Juni 2012.

Unbefristete Übernahme der Ausgebildeten
Der künftige Tarifvertrag sieht ebenfalls vor, Ausgebildete in Niedersachsen grundsätzlich in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis zu übernehmen. Nur in Ausnahmefällen und bei erheblichen Beschäftigungsproblemen können Betriebe Ausgebildete in ein befristetes zwölfmonatiges Arbeitsverhältnis übernehmen. Zuvor muss aber zwingend geprüft werden, ob Ausgebildete unbefristet in ein Teilzeitarbeitsverhältnis oder in Kurzarbeit übernommen werden können.

Höhere Entgelte
Die Beschäftigten in der niedersächsischen Metall- und Elektrobranche erhalten für die Monate Mai 2010 bis März 2011 einen Einmalbetrag von 320 Euro. Die Auszahlung erfolgt von zweimal: jeweils 160 Euro im Mai und im Dezember 2010. Auszubildende erhalten insgesamt 120 Euro. Danach steigen ab April 2011 die Entgelte um 2,7 Prozent. Der Entgelttarifvertrag endet am 31. März 2012.

Weitere IG Metall-Bezirke wollen NRW-Tarifabschluss übernehmen
Am 26. Februar verhandeln die IG Metall-Bezirke Berlin-Brandenburg-Sachsen und Küste die Übernahme des NRW-Pilotabschlusses. Für die Beschäftigten der Metall- und Elektrobranche in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland (Mittelgruppe) plant der IG Metall-Bezirk Frankfurt am 1. März die Übernahmeverhandlung. Für die rund 40 000 Beschäftigten in Sachsen-Anhalt verhandelt die IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt am 2. März die Übernahme. Am 3. März will die IG Metall den Pilotabschluss für die Beschäftigten in Thüringen übernehmen.

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